Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Dermbach: Amtsgerichtsbezirke Vacha, Geisa, Stadtlengsfeld, Kaltennordheim und Ostheim v. d. Rhön
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2483167
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2485870
BUTTLAB. 
Genua. 
Gxmnn. 
Goisa. 
architektnr wie die schlanken Proportionen der stark bewegten Figuren deuten auf 
die Zeit um das Jahr 1700. Auf dem eigentlichen Altar steht ein mit Säulen und 
vier Statuetten verziertes Tabernakel, das wohl aus derselben Zeit herrührt. 
Die beiden Seiteualtäre stammen aus der Nonnenkirche in Fulda und zeigen 
ebenfalls die Formen des späten Barockstils. Die Rückwand ist mit einer korin- 
thischen Säulenstellnng verziert. Auf dem verkröpüen Gebälk steht ein in der 
Mitte unterbrochener bogenförmiger Barockgiebel, der von einem geschweiften 
Aufsatz bekrönt wird. Auch die beiden Seitenaltäre sind 1905 weitgehend restaurirt. 
Die Kanzel stammt, wie der Hauptaltar, aus der Kirche zu Amöneburg 
bei Marburg. Die achteckige Brüstung steht auf einer dünnen, schraubenförmig 
gedrehten Holzsäule. Auch die Ecken der Brüstung sind mit schraubenförmigeu 
Säulen besetzt. Auf jeder der Seitenilächen der-Brüstung ist ein gellugelter Engels- 
kopf angebracht Alle Formen deuten ebenfalls auf die Zeit um 1700. 
An dem alten Pfarrhaus ist das Wappen des Abtes Constantin v. Buttlar 
angebracht, mit der Inschrih: SUB CELSISSIMO ORDINARIO CONSTANTINO. 
v.Buttlar 
In dem ehemaligen SCIIIOSS der Herren v. 
Wohnung der Kammergutspächters. 
Das Gasthaus ist das ehemalige Gebäude 
und war in früherer Zeit von Bedeutung. 
befindet 
sich 
jetzt die 
Tbum 
und 
Taxisschen 
Post 
Spärliche Reste von etwas geschnitztem HOIZfQCIIWOTK (geschnitzte Eck- 
säulen) sind an den Häusern Nr. 31 und 43 erhalten. Die übrigen Häuser aus 
älterer Zeit sind wahrscheinlich durch den Brand des Dorfes im Jahre 1813 
vernichtet. 
Güblüf, Dorf 7 km von Geisa, 54 Einwohner 
Litteratur: Kronfeld, [Andeskunde II, S. 373. 
eingepfarrt 
nach Bremen. 
Gßißlllif, Dorf 4 k1n südlich von Geisa am Geisabach, mit Hüttenmilhle und 
Rockenstuhl 544 Einwohner, 97 Wohnhäuser. Posthilfsstelle. Katholisches Pfarramt. 
Geschichtliche Nachrichten: Das ehemalige (Frei-)Gut Rockenstuhl be- 
findet sich jetzt im Besitz der Einwohner von Geismar.  Ueber dem Dorfe er- 
hebt sich der mit Buchen bestandene Basaltkegel des Rockenstuhl, 528 m.  
Auf seinem Gipfel steht seit 1890 ein vom Rhönklub erbauter Aussichtsthurm, 
einstmals aber erhob sich hier das Bergschloss Rockenstuhl, von dem noch Mauer- 
reste vorhanden sind. Der Name wird zurückgeführt auf den Gaugrafen Roggo, 
welcher in einer Urkunde vom 25. März 783, betreffend das Kloster Milz, als Zeuge 
vorkommt (Dobeneckenlleg. I, Nr. 4st Im Jahre 817 ist dann die Veste wahr- 
scheinlich an Fulda gekommen, von dessen hier sitzenden Ministerialen Gerlach, 
3611110111 und Eckehardt (Dobenecker, Reg. II, Nr. 735. 775. 2026) erwähnt werden. 
Das Centgericht, das sich früher in Geisa befand (s.  wurde gegen Ende des 
Mittelalters mit dem Sitze des Amtes auf den Rockenstuhl verlegt. Ausser als Amts-
        

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