Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Dermbach: Amtsgerichtsbezirke Vacha, Geisa, Stadtlengsfeld, Kaltennordheim und Ostheim v. d. Rhön
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2483167
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2485553
GBIBÄ! 
Kirche. 
Geiß. 
späteren Umbauten. Die kraftlosen Profile dieser Fenster deuten auf Bauarbeiten, 
die möglicher Weise zum Theil erst im 18. Jahrhundert ausgeführt sind.  Einer 
der ältesten Theile des Aensseren ist die spiitgothische 'l'hür an der Nordseite. 
Eine Freitreppe von sieben Stufen führt zu der Thür empor. Die Thür ist um- 
rahmt mit Hohlkehlen und Rundstäbeii, die sich im Scheitel gabeln. Diese [formen 
deuten auf die Zeit um das Jahr 1500 oder wenig später. Auch die beiden kleinen, 
mit einem Kielbogen überdachten Fenster (eins an der Nordseite, eins an der 
Ostseite, siehe die Gesanimtansicht. auf S. 81) sind ebenfalls aus der ursprüng- 
lichen Bauzeit. Das rundbogige Fenster an der Nordseite stammt aus späterer 
Zeit. Aus der ursprünglichen Bauzeit dagegen rührt der Ausgussstein unterhalb 
 dieses Fensters her. Es ist der Ausguss für 
das Weihwasser, der zu der hier liegenden alten 
l  S acrist ei gehört. Zu dieser Sacrfstei gehören 
  i  auch die beiden später zugemauerten,gekuppelten 
  Spitzbogenfenster an der Ostseite.  Der runde 
 '   i? Treppenthurm an der Südseite stammt aus 
 .   dem 16. Jahrhundert. Seine Eingangsthür ist 
V    spitzbogig und mit Hohlkehlen und Rundstiibeii 
 umrahmt. Die Rundstäbe enden unten in schmu- 
L w], ' benförmig geriefelten Sockeln. Eine andere 
 ex   Spitzbogenthür an dieser Seite ist zugeniauert. 
    _f Die an dem Strebepfeiler nahe der Ustseite aii- 
l  y gebrachte Inschrifttafel mit der Jahreszahl 1497 
 I" : ist bereits oben erwähnt. 
 i i Das Innere. Der Hauptrauni enthält 
__4_ii keinerlei architektonische Formen aus der ur- 
 12x   sprünglichen Bauzeit. Hauptschitf und Seiten- 
Ftiww- schitf haben eine flache Balkendecke und die 
 ab y ganze reiche Ausstattung des Chores mit dein 
   Hauptaltar und den beiden Seitenaltären rechts 
   und links neben dem Triumphbogen sind Ar- 
-f 5    beiten im gothischen Stil aus der zweiten Hälfte 
des 19. Jahrhunderts. Der Triumphbogen, 
 A welcher vom Hauptschiff in den (Ihorraum 
Opfemock von 15m führt, ist spitzbogig, doch ohneujede Profilirung; 
1„ de, Kirche zu Geiß er gehört somit nicht der ursprünglichen Bauzeit 
an. An den Kämpfern befindet sich ein niedriges 
Gesims aus einer Platte und einem Rundstab. Doch daraus lassen sich keine 
bestimmten Schlüsse auf die Bauzeit ziehen. 
Alt dagegen ist die hölzerne Empore gegenüber dem Hauptaltar. Sie ist 
eingeschossig und bedeckt die Westseite und einen Theil der Südseite des Haupt- 
raumes. Sie steht auf sechs Holzpfeilern. Die stark gekehlten Balken ruhen auf 
Sattelhölzern, deren Form der Zeit um das Jahr 1600 entspricht. Oberhalb dieser 
Empore steht die Orgelempore.  Aus dem 16. Jahrhundert stammt auch der 
achteclrige, mit Hohlkehle proillirte Steinpfeiler, welcher das Seitenschif von dem
        

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