Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Dermbach: Amtsgerichtsbezirke Vacha, Geisa, Stadtlengsfeld, Kaltennordheim und Ostheim v. d. Rhön
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2483167
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2485313
Tmnnon, 
Kirche. 
Vaoha. 
Taufgestell aus Holz, neu. 
Wandschrank in einer bogenförmig überwölbten Nische des Altarraums. 
Darin steht eine Truhe mit einem Wappenschild. 
Brustbild des Pfarers Cotta, 1' 1708, im schwarzen Chorrock und mit 
Lockenperrücke. Inschrift: Da Christian Friedrich Cotta Isna anno actatis 7 3 
Ministerii Eccles. 37 Adjurwt. Tiefenort. (Jeleb. (vgl. den Grabstein 5, S. 69). 
 Pelikan, aus Holz geschnitzt, früher auf dem Schalldeckel der Kanzel, jetzt 
in der Sacristei. 
Kelche, Silber, vergoldet. 1) Am Fuss spitgothische Ornamente und ein 
aufgelegtes Crucillx; am Knauf ovale Buckel. Mitte 17. Jahrhunderts, wohl nach 
dem dreissigjahrigen Kriege. Höhe 0,18 m, Durchmesser der Kuppe 0,105 m.  
2) Mit der Jahreszahl 1661, gestiftet von Donat Fendt und seiner Schwester 
Euphrosina Tressel. Fuss sechspassfbrmig, Knauf birnförmig. Höhe 0,25 m, 
Durchmesser 0,10 m.  3) Gestiftet von Oberamtshauptmann v. Kropf 1717 mit 
einem gravirteu Monogramm aus den Buchstaben G. K. Runder Fuss. Höhe 
0,22 m, Durchmesser 0,10 m. 
Glocke des 14. Jahrhunderts. Die Inschrift besteht aus den Buchstaben A 
bis R, die ohne Bedeutung nur als ornameutale Verzierung angebracht sind (An- 
gabe von W. Rein, Atchiolog. Wanderungen). In ähnlicher Weise sind die Buchstaben 
rein decorativ an einer Glocke des späten Mittelalters in Melboru bei Eisenach 
angebracht. 
Grabmaler (im Altarraum, an den Wänden): 
1) Graf Adam zu Beichlingen, 1' 1538. Graf Adam war ein sehr ge- 
lehrter Herr und Staatsmann. Er ist im Jahre 1486 auf dem Krönungstag in 
Frankfurt vom Kaiser Maximilian mit dem Schwert Karls des Grossen zum Ritter 
geschlagen worden und hatte 1493 mit dem Kurfürsten Friedrich eine Reise in das 
gelobte Land unternommen. Nach seiner Rückkehr war er auf dem Reichstag zu 
Regensburg 1507 als Kammerrichter zu Speier verordnet worden. 1521 wurde er 
von Kaiser Karl V. zum Obersten Kammerrichter bestellt. Graf 'Adam war zwei- 
mal verheirathet. Seine erste Gemahlin war Sophie, Gräfin von Sayn; die zweite 
Katharina, Tochter des Laudgrafen Wilhelm zu Hessen-Kassel. Mit letzterer hatte 
er auf seinem Schlosse zu Beichlingen (bei Sömmerda) einen grossen Hofhalt ge- 
fuhrt, war in Schulden gerathen und verkaufte seine Grafschaft Beichlingen an die 
Herren v. Werthern. Mit dem Rest seines Vermögens kaufte er Gebesee und Amt 
Krayenberg, letzteres für 6000 Goldgulden. Am 7. August 1538 starb Graf Adam 
auf Krayenberg, wo er seine letzten Lebensjahre zugebracht hatte und wurde 
hinter dem Altar der Kirche zu Tiefenort begraben  
Der Verstorbene ist knieend und mit betend gefalteten Händen im Profil dar- 
gestellt (Abbildung auf dem Lichtdruck nach S. 64). Er trägt reich verzierte 
Plattenrüstung, auf dem Kopf eine Haube. Auf dem Fussboden steht der Helm, 
auf dem der Graf kniet. Die Skulptur ist in den Einzelheiten der Rüstung tech- 
nisch sorgßltig durchgeführt; doch in den Gesichtszügen des Grafen und in den 
Gestalten der Engel, welche die obere Inschrifttafel halten, zeigt sich der schlichte 
handwerkliche Charakter der Arbeit. Die ornamentale Umrahmung ist im reinen 
litzhcilul 
Herrn 
Anhalt in ßdenort 
Phrrer Otto
        

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