Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirk Eisenach - die Wartburg
Person:
Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2477139
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2482632
357 
Die 
Wartburg. 
Die 
Kunstsammlungen. 
357 
Gemälde 
König Gesther zu Sachsen. 
aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. 
Landgrafen aus der Blüthezeit des ritterlichen Lebens auf der Wartburg fehlen 
in der Bilderfolge. Gestalten, deren Name mit der _Wartburg besonders rnhm- 
voll verknüpft ist, wie Rudolph der Springer, Landgraf Hermann, der ge- 
feierte Mäcen des Sängerkrieges und Landgraf Ludwig 1V., der Gemahl der 
heiligen Elisabeth, sind unter den Porträts nicht vertreten. Sie gehören nicht zu 
den Ahnen des sächsischen Herzogshauses. 
Bei der Aufstellung auf der Wartburg ist ein Theil der Bilder restaurirt 
worden. Dadurch ist in manche der Gesichter ein moderner Zug gekommen, Be- 
sonders gilt dies von einigen Bildern aus der Gruppe der Gemälde mit den In- 
Schriftrollen. Ein treffendes Beispiel bietet Herzog Albrecht III., Abbildung S. 369. 
Die Gemälde haben alle ungefähr denselben Umfang, eine Höhe von 0,73 m 
und eine Breite von 1,02 m. Sie sind auf Leinwand gemalt. 34 Bildern befinden 
sich in der Dirnitzlaube. Zu derselben Bilderreihe gehört auch der Wittekind 
und der Herzog Hermann von Sachsen-Lüneburg, die in kleinen Nebenräumen der 
Dirnitz aufgestellt sind. Also im Ganzen 36 Bildnisse. 
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Aus dem künstlerischen Charakter der auf der Wartburg vereinigten Porträts 
ergiebt sich, dass diese von zwei verschiedenen Malern ausgeführt sind. 
Der Stil Cranachs kommt deutlich zum Ausdruck in einer Gruppe von 
elf Porträts, unter denen sich namentlich die frühesten, meist sagenhaften Ge- 
stalten, wie Wittekind, Edelhart, Gesther, Wernicken, König Sieg- 
hart, König Siegereich, Sigefried, König Dietterich, König Heinrich 
zu Sachsen und Otto Röm. Kaiz. der Gross. genannt, befinden. Von den 
späteren Fürsten gehört nur Kurfürst Friedrich der Weise zu dieser Gruppe. 
Den Stil Oranachs erkennt man leicht an der Art, wie in mehreren der Bilder der
        

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