Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Eisenach - die Landorte
Person:
Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2473126
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2474921
Eisenach. 
FARNROIJA, 
Geschichtliche 
Nachrichten 
439 
in Zusammenhang mit der Burg Scharfenberg und ihren Zugehörungen. Denn die 
Scharfenburg war bis etwa 1300 Eigenthum derFrankensteiner, bis 1329 der 
Herren v. Salza, dann zeitweise der mit den Frankensteinern vielfach verbundenen 
Grafen v. Henneberg-Schleusingen; 1309 aber übertrug Günther v. Salza 
auf Scharfenberg das Patronatsrecht über die Kirche in Farnrodaü) dem Kloster 
Weissenborn, und 1445 belehnten die Grafen v. Henneberg-Schleusing-en ihren 
Vasallen Philipp (Lips) v. Farnrode mit Besitz in der Umgegend des Dorfes, 
nämlich den zwei Ebersbergen und Einkünften in der Seebach, im Wutingenfeld 
(an der Wuta) und in der alten Mosbach. 
Mit Burg und Dorf Farnroda war durch die Landgrafen ein Adelsgeschlecht 
belehnt, das sich nach dem Orte nannte. Zuerst begegnet 1260 ein Ilelnzrimns de 
Varnrocl, dann kehrt der Familienname sehr häufig wieder. 1349 waren im Lehns- 
verzeichniss der Landgrafen Friedrich und Helmbrich de varvmvde und ihr Oheim 
Ticzko. Sie hatten die Burg Farnroda, eine Wasserburg, mit Zugehörungen, 
die Dörfer Eichrodt und Seeb ach mit Zugehörungen, alle Güter im Witingyervelt 
(s. Wutha; vielleicht hat auch der Wittgenstein ursprünglich seinen Namen daher) 
und Einkünfte in Fischbach bei Eisenach, in Mosbach und anderen Dörfern. Nach 
1409 kaufte diese Herrschaft der Ritter Heinrich v. Hausen, 1451 erscheint der 
Besitz, etwas erweitert, als Leibgedinge der Ilse v. Wangenheim: farnrode dax 
S los mit dem d 01' f e daselbs mit geholcxe vmd tichevz (Teichen) und die dorffcv" 
hockenrode, Sybach, wätha und eyckrieden zmd iglicks besundem mit 
gerechten obir hals {und hancl    Sie brachte die Herrschaft ihrem Gatten 
Kirstan Koydel (Christian Keudell) ein, aber schon 1461 verkaufte dieser 
den ganzen Besitz, bei dem noch das Wuthenfeld und ein Hof bei der Niko1ai- 
kirche in Eisenach besonders genannt werden, an Hartmann, Burggraf en von 
Kir ch b e r g. 
 Wie Heim (Henneb. Chron. II, S. 361) berichtet, waren auch früher die Einwohner zu Farn- 
roda, Eichrodt, Seebach, Wutha und dem Thal nach der Pfarrkapelle auf dem Scharfenberg 
gewiesen worden, obwohl sie ihre eigene Messkapelle hatten.
        

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