Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Eisenach - die Landorte
Person:
Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2473126
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2474892
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ETTENHAUSEN, 
Kirche. 
Eisenach. 
1745 seine jetzige Gestalt erhalten. Darauf deuten namentlich die schmalen, sehr 
hohen, rechteckigen Fenster. Einige andere Fenster von ovaler Form stammen 
ebenfalls aus dieser Zeit. Dem entspricht auch die Ausstattung des Innern des 
Hauptraumes. Die kunstlosen, zweigeschossigen Emporen ruhen auf vierkantigen 
Pfeilern. Der Raum zwischen den Emporen ist mit einem halbkreisförmigen 
Tonnengewölbe aus Holz überdeckt. Die ornamentale Bemalung stammt aus den 
letzten Jahrzehnten. Der Hauptraum ist 11,1 m lang, 7,2 m breit. 
Die Kanzel, aus Stein, zeigt die Renaissanceformen des 17. Jahrhunderts 
und gehört zu der älteren Ausstattung, welche der Hauptraum vor der Bauzeit 
von 1745 hatte. (Abbildung auf dieser Seite.) Die Kanzel ruht auf einem vier- 
kantigen Pfeiler, der sich nach 
  Üxl-diw  unten verjüngt. Die Brüstungs- 
   5157" i  mauer bildet im Grundriss den 
       Theil eines Achtecks. Die 
    g j qytiäi v Aussenseiten sind mit derb ge- 
 f     ,  I-IWT-tt, meisselten Blüthenstengeln ver- 
  1,11."    _1 v,  ziert, die in ganz ähnlicher Weise 
1:,  mm,    auch au den hölzernen Emporen 
       der Kirchen in diesen Gegenden 
 .V   I  "Pääla,   "ä  vorkommen, z. B. in Möhra. 
f    w,  Der Taufstein ist an den 
Er; , M      Aussenseiten des rechteckigen 
   V1 (1   Beckens mit gothischen Klee- 
   l     blattbögen verziert, doch die 
  i,    Formen deuten nicht mehr auf 
ist  ä-  6 die Zeiten des Mittelalters, son- 
  l  dern auf das 17. oder 18. Jahr- 
   w o  hundert. 
 Orgel und Glocken sind 
    neu. 
"a  Abendmahlsgeräthe. 
1x     F, Oblatendose von 1717, rund. Mit 
    einem Monogramm, dessen Buch- 
Altarraum im Thurm der Kirche zu Ettenhausen. staben Wahrscheinlich GLK ge- 
lesen werden müssen, darüber 
eine Krone.  Oblatendose von 1770, oval. Darauf ein kleines aufgenietetes 
Cruciiix und die Inschrift: amor mcus crrucijäxzzs Jesus.M  Weinkanne 
von 1772 mit einem Rankenfries am Henkel und mit den Namen der Stifter. 
[Ehemals hatte die Kirche eine Glocke von 1484 mit der Inschrift: ave 
YÜGÜG gracia plena ÖOmiHUS margaretlya (W.Rein. Archäolog. Wanderungen, Zeitschr. 
a. Ver. f. um. Gesch. 4, s. 420).] 
Dorflinde, nahe dem Kirchhofsthor auf nicht ummauertem Platze. Die 
Zweige sind in der bei Dorflinden in diesem Bezirk sonst nicht mehr vorkom- 
menden Art wagerecht gezogen; ein sehr stattliches Beispiel dieser Art.
        

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