Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Eisenach - die Landorte
Person:
Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2473126
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2476825
207" 
Eisenach. 
WAnTl-IA, 
Kirche. 
591 
   Die Kirche ist von Interesse für die Geschichte 
141i1     „    
 Qfflffläidäää-{Qä des landliclien Fachwerkhaus in lliuringen. Sie ist in 
 '14 211-; A-mjci       
   f   a" 1 diesen Gegenden fast das einzige Beispiel einer aus Fach- 
   u-  Werk erbauten Kirche, die noch bis in das 16. Jahrhundert 
  zurückreichtii) (Abbildung S. 590). Das Aeussere ist ohne 
 F.     13m3:      
   kunstlerische Formen; nur die schragen, sich kreuzenden 
   Wandstreben deuten auf einen Bau der noch dem 16. J ahr- 
 5.07    '   7 
 hundert angehören kann. Die schrägen Streben sind 
yjgwfjyfnfi? grossentheils aus unregelmässig' gekrümmten Baum- 
   stammen hergestellt. Auch das spricht für das hohe 
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 Alter des Iiachwerkbaues. Auf der Wetterf ahne des 
   ebenfalls aus Fachwerk bestehenden Thurmes (Dachreiter) 
  steht die Jahreszahl 1586  Im Innern zeigen einige 
    Theile der Holzkonstruktion architektonische Profile, 
    welche der Zeit um 1600 ents rechen so namentlich der 
P 7 
Taufstein von 1587 mit Hohlkehlen und Rundstäben profilirte Holzpfeiler, 
m Warum Welcher den Uiiterzugbalken der horizontalen Decke 
stützt. Ebenso das Gestühl neben dem Altar und die 
eingeschossigen Emporen, welche an der Nordseite und W estseite stehen. Die 
ganze Kirche macht somit den Eindruck eines einheitlichen Bauwerkes, und man 
darf die Zeit ihrer Erbauung in  
das Jahr 1586 setzen. Das Würde     
auch mit dem Taufstein überein-  i 3, _ 
stimmen, der ein Jahr später, 1587,        - 
gearbeitet ist. Durch die so ge-  y 1,. X 
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wonnene Moglichkeit einei genauen  4 z)       
Datirung der Kirche ist der sonst   v  f:   3'. 
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Geschichte des thüringischen Fach- _     q     
werkbaues von Wichtigkeit. k:  v   Qbajvxggli-   5,] 
 Der Innenraum ist 10 m lang  ihr igäiß ßijif      f 
    ab "ff,  u"    f? f  
und 5,8 m breit. Dei Raum ist gib ._g   .5     i. 
viereckig, auch an der Ostseite, wo v3.  w. x j     
 ' y       w,  "f,  ß  5';  
der Altar steht. Ein lriuniphbogeii  ividiige; 5,  ä 
ist nicht vorhanden.  s.   
 Der Taufstein hat die Form 56K   7'! 
eines achtseitigen Pfeilers, dessen   1,.   
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Schaft aus Steinschichten von ab-  .94 Ätätxx    5,13.; Igß A; 
wechselnder Starke hergestellt ist. M  36kg: 1x- vg,   5-   es 
(Abbildung auf dieser Seite.) Drei ljgf._fj:fii g  {.1  i; 
von diesen Steinschichteii sind mit   5  1,.   ' 
      5:!  v" d", R 
i) Die Kirche aus Fachwerk in Burk- 5 i Hi 411,9?   ; 
hardtroda ist 1787 erbaut. "x   I," ' 
SH) Die ursläriingliche Wetterfahne ist    v"? Fr 
vor einigen Jahien durch eine neue ohne 
Jahreszahl ersgtzt, Silberne Oblatendose in der Kirche zu Wartha.
        

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