Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Eisenach - die Landorte
Person:
Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2473126
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2476092
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Holzfachwerkhäuser. 
Eisenach. 
146 
einander. Der Name Blaues Schloss stammt wahrscheinlich von der Farbe 
Schieferdaches oder von einem mit Schiefer bekleideten Fachwerkgeschoss.) 
An der Gartenmauer des (irauen Schlosses ist ein grosser Stein mit dem 
Wappen der Familie v. Harstall eingemauert. Das sehr verwitterte Relief kann 
noch aus der Zeit um das Jahr 1500 stammen und mag sich ursprünglich an dem 
abgebrochenen Blauen Schloss befunden haben. 
Die Wirthschaftsgebaude des Grauen Schlosses sind Steinbauten, die 
zum Theil bis in die Zeit um 1600 zurückreichen. Die Jahreszahl 1608 steht an 
der Thür des einen Wirth- 
   schaftsgebaudes. An 
   T  einem der im weiten 
      a" "i '  Rundbogen überwölbten 
    Scheunenthore ist ein 
        Stein mit dem Vermäh- 
        lungswappen der Fami- 
     Ä  lien v. Harstall (2 Adler- 
 . 17,  iiügel und ein senkrecht 
   I   stehendes Schwert) und 
    v    v. Hopfgarten (2 ge- 
   k 4x  v    kreuzte Heugabeln) aus 
  '11 7 ' l   dem Jahre 1735 ange- 
  u     _  j bracht. 
I  i i" Kuh Ü" "l 
g   Holzfachwerk- 
 r v v v   häuser. Die zahl- 
   h A ' H I  lvi iv. M ii reichen Hauser aus dem 
ta-ßfß i   ,      18. und 17. Jahrhundert, 
       ÜÜ   H welche im Dorfe erhalten 
v!    i!      sind, bieten für die Ge- 
   J       schichte des thüringi- 
     ä  schen Fachwerkbaues 
     l      einige charakteristische 
   Beiträge. Der Einfluss 
        "r" der Holzbauten aus dem 
F snrserrr"     benachbarten Hessen, 
Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert. der sich bis in die 
In Mihla Nr. 29. Dörfer in der Nähe von 
Eisenach erkennen lässt, 
zeigt sich auch in Mihla an einem Gebitude: An dem Hause Nr. 29 (früher 
Nr.  findet sich der eigenthümliche Zapfen, welcher von den Ringeln der 
Fensterbrüstung herabhangt (also ganz ähnlich wie an der Widemark in Vacha, 
ferner in Möhra bei Salzungen, in Unteralba bei Dermbach, in Pferdsdorf und 
Unterbreizbach bei Vacha und in Burkhardtroda, 11 km südwestlich von Eisenach). 
 Nach einem früheren Besitzer ist das Haus Hölzerkopf 
Schrift: "Der Bauzeichner", Jahrg._1906, ein Artikel gewidmet. 
genannt. 
Hause 
der Zeit-
        

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