Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Eisenach - die Landorte
Person:
Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2473126
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2475310
468 
Hönscmcn, 
Kirche. 
Holzfachwerkhaus. 
Eisenach. 
unterstanden, gehörte noch ein kleiner Theil mit (1827) 21 Einwohnern dem Amt 
Eisenach zu als alte Zugehörung des Schlosses Vllartburg: zu [Iorsrzle hatte man 
alle Freitag "Dienstfische" zu liefern d). 
Aus welcher Zeit die  der 1904{ö neugebauten jetzigen Kirche 
stammt, ist nicht bekannt. Nach dem „Wztnderer durch den Wei-ragrund" soll sie 
zu der Zeit erbaut worden sein, als der ehemalige Benediktinermönch Kurt Heiser 
zum Andenken an die Ueber abe der Augsburger Confession die Dorflinde iilanzle. 
g P 
Das geschah  Die nördliche steinerne Umfassung des Platzes ist der Rest 
der südlichen Läingsmauer von der alten Kirche. 
 Litteratur: M. v. 
tß? i    " Boyneburgk, Nachr. über 
 I; die Familie Boynebnrgk zu 
 y  Stecltfeld, S. 8.  Dobe- 
     necker I, 339.  HuStA. 
 v.  b Weimar F 121. 205111.  
 {f       Kronfeld, Landeskunde ll, 
        S. 332.  Rein, Ztschr. i. 
  4   i    thiir. Gesch. 4, s. 1931. 
            3h  
  Die Kirche ist 
     N  neu. Ans der ehemali- 
 y  l i  d.    gen Kirche ist derTauf- 
  1  i:     stein aus dem Jahre 
w"    "-1 "iii? iw   1622 erhalten. Die 
  3x {A1,  k.   ttgw  
 bei iv IV  ß im"   m Jahreszahl steht auf de1n 
i" 1   a;  l  3'  Beckenstein, der mit 
    u i; "    .153:  Fruchtbündcln und eini- 
w-     sag-ß   51-. 
 55        {f  S 551a gen anderen Ornamenten 
 V i  du  i;     verziert ist. Die Inschrift 
          daran lautet: Amelia 
        1.1   r  .1 .1 y t  Hungern qpohanyles Half- 
   " Ü  Q 3 V  "   " i;  sern hat zlzesen Tczztfstczn 
          6 Ü {Ü q  5 a  machen lassen. Anno 
  z; "  ' T"  j   Dßr Schaft des 
        d E    '  E Ijuifi. '  'l'aufsteines ist ein vier- 
 " "ß "T  i     ' "3     kantiger Pfeiler, der in- 
Fachwerkhaus aus dem Jahres 1671i dessen Wohl ursprünglich 
In Hörschel Nr. 5. nicht zu dem Beckenstein 
gehört. Er stammt aus 
derselben Zeit und wohl auch aus derselben Kirche; doch die Vereinigung eines 
vierkantigen Pfeilers mit einem achteckigen Beckenstein ist so ungewöhnlich, dass 
man eine derartige unkünstlerische Zusammenstellung bei einem Werkmeister jener 
Zeit nicht vermuthen möchte. 
 Ans Hörschel stammt die in der Umgegend weit verbreitete Familie Hörschelmann, von der 
ein Zweig in Russland in hohe Stellungen gelangt und geadelt worden ist, u. a. General von Höxschel- 
mann. (Schulbeispiel für die Entstehung der Familiennamen aus dem Ort der Herkunft durch Anhängung 
des Wortes „mann".) Georg Bornemann.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.