Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Eisenach - die Stadt Eisenach
Person:
Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2468973
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2472105
310 
EISENACII, Wohngebäude von gesohichtl. 
Interesse. 
Eisenach. 
214 
im Jahre 1719 der Oberjagermeister v. Pflug ein neues Haus, wie es noch jetzt 
als F orstakademie steht. Es tragt über der Hausthür die Inschrift: Aedes 
istas immuxzzes lzosjvitvkl Salm. Spirit. rnomz" feidztm- azzslruxit Otto Pflug SVJII 
(Supremus Venatorum Magister) 171.9 (Diesen Freihof, zum Heiligen Geist benannt, 
hat neu errichtet Otto Pflug, Oberjagermeister). Wahrscheinlich hatten die Pflugs 
schon das alte Gebäude, denn 1708 hatte schon Frau Obristleutnant v. Pflug 
ausserhalb der Mauer einen Garten angelegt und mit einem Lusthaus versehen, 
den jetzt im Besitze der Familie v. Eichel beiindlichen Pflugensberg. Mit 
Erlaubniss der Herrschaft und des Rathes hatten die Pllugs von ihrem Wohnhause 
ein Pförtchen durch die Stadtmauer brechen und eine kleine Brücke über den 
Stadtgraben legen lassen.  Einige Zeit später war das Haus Wohnung des Justiz- 
beamteu und Sitz des Fürstlichen Amtes (in einem 1830 abgebrochenen Hinter- 
gebaude), dann des Oberforst- 
fff. 3l7)6 f! f f amtes und Wohnung des Ober- 
,  '41? g X 5'? , 1.3.1 forstmeisters. 1830 wurde die 
 9A   {f Forstlehranstalt hineinverlegt. 
lxxa 15x Ihr?  lJer Hof nahm d1e_ Stelle 
   ,4Nßi xivfßg, der jetzigen Forstakademie, del. 
l- "  f. u [N 1M Nebenhauser rechts und links 
z; f   "i .  
'iÜ-f   1  eäl, davon und Jedenfalls des jetzigen 
f," fßjrlff7 C41  Itorstgartens ein. Die Kapelle 
  1' YXVW [ZK    ÜZ-Aäääggg nordwärts vom Hauptgebäude ge: 
 j   'iiiüiljmülpbbivi! legen, ist jetzt ganz verschwun- 
MW" ß-ßfäßitlif"?    "-3,55  "ff     
  .   4.9; .1,  den. „Aus den Uebeiiesten des 
    -   "A215,        
  1' k, ag. illäpdlinüx alten Lussenhofes, moglichei- 
P15;  J'ai h], ß!  weise aber aus dem ganz in der 
Qimfflllllr g. i,  1'   1uylwjv""_ Nähe gelegen gewesenen Dom", 
3;:  Rwlw    ß sagt P uttrich (Mittelalt. Bauwerke 
f? .  DESJSTASI -I   v. bei. I. imuGrossh. SrWeimarrEisenachtS. 16), 
    „_ruhren ein Capital und ein Re- 
 ÄärIASPIRITINOVIQF-VUIM   lief her", abgebildet 111 seinem 
j im)? ouowtvosvlflüw  rwivyljßltß Buche 1:141), Nr. e und B1. 7a, 
j x NQWä-agvx-s. "W01 " N1" 12' 
i" Litteratur: Funkhänel, Z. 
Wappen am ehemalige; Hoslpiäal zum Heiligen Geist, d_ Ven f_ thim Gesch 5, S_ 229 ff_  
Jetzt orsta ß emie. GH u. StA Weimar, m1. 966 u. Amts- 
beschr. von M a hler 1754.  Heusinger 
opusc., S. 211.  Histor. Nachr. v. Kloster Georgenthal, S. 53. 61.  J. M. Koch, fol. 193.  
Kremer, Klösterliche Niederlass, S. llf. 36. 49. 118. 119.  Schumacher, Merkw., S. 9Qf.  
Storch, S. 107 f.  Rein, Zeitschr. d. Ver. f. thür. Gesch. 5. S. 18. H_ H_ 
In den Trümmern der Nachbarschaft ist ein 
das wahrscheinlich vom ehemaligen Dom stammt. 
Wartbnrg. 
romanisches Capitell gefunden, 
Es befindet sich jetzt auf der 
Das sogenannte Lutherhaus. Geschichtliche Nachrichten. Noch 
heute besuchen alljährlich [Hunderte das alte Haus am Lutherplatz in dem Glauben, 
jene Stätte zu betreten, wo der grosse Reformator als Lateinschüler gewohnt hat.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.