Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Eisenach - die Stadt Eisenach
Person:
Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2468973
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2471957
Eisenach. 
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Abgebrochene 
Kirchen 
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scheues Gesindel. 1585 wurden darin die neuen Glocken für das Glockenhaus 
gegossen. 1599 liess sie Herzog Johann Ernst abbrechen und die Steine zum Er- 
weiterungsbau seines Residenzschlosses sowie zu Privathäusern seiner Hoflente 
verwenden. 
Wie die Kirche, so war das Kloster nach der Reformation dem Stadtrath ein- 
geräumt worden. Daher bewohnten bis 1538, wo der Stadtrath das Prediger- 
kloster bekam, zwei Geistliche die Klostergebäude und benutzten auch den Garten. 
 
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Grundreste der 1883 wieder aufgefundenen F ranziskaner- 
kirche in Eisenach. 
Dann wurde das Kloster herrschaftlicher Kornboden, während die im Zollhof 
wohnenden Schultheissen den Garten für sich nahmen. 1589 liess der Rath mit 
Genehmigung Herzog Wilhelms das Schlafhaus niederlegen. Schliesslich wurde 
1599 auch das Kloster abgebrochen und die brauchbarsten Steine zum Schlossbau 
verwendet. Die Stätte der Kirche, des Klosters und des Kirchhofs, der nach der 
Reformation vor das Predigerthor verlegt worden war, wurde fürstlicher Lustgarten. 
Die Kirche ist vollständig vom Erdboden verschwunden. Einige Steinbrocken 
gothischen Masswerks sind ausgegraben worden, ferner zwei Gra b steine, der eine 
zerbrochen, der andere jetzt wohlerhalten im Erdgeschoss der Charlotten- 
schule, in der Nähe seiner Fundstatte, eingemauert, sonst nichts, was der Rede 
werth wäre.
        

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