Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Eisenach - die Stadt Eisenach
Person:
Voss, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2468973
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2470907
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EISENACH, 
N icolaikirche. 
Eisenach. 
findet sich an der Ostseite ein einfaches Rundbogenfenster, im zweiten Obergeschoss 
an jeder geraden Seite ein auf einer Mittelsäule gepaartes, von einer Rundbogen- 
blende umfasstes Rundbogenfenster, mit Abstufungen, in welche an den Seiten 
Säulen, im Bogen Wulste eingelegt sind. Im dritten Obergeschoss liegen an jeder 
der acht Seiten gepaarte Rundbogenfenster auf einer Mittelsaule, eingefasst von 
    einer nach aussen in Abstufung 
   Axt; Mäh;  ?1_  vertretenden Rundbogenblende; in 
  ifliäffi      allen Abstufungen eingelegte. 
   Ei {j  Säulen bzw. Wulste. Die Capi- 
 j;  telle dieser Säulen zeigen bereits 
    die knolligen Blumen und scharf 
iääffgiliirifvrcggslfj"T"  m,  gezahnten Blätter des beginnenden 
    13. Jahrhunderts. Auf dem dritten 
   Obergeschoss des Thurmes er- 
  i;    " heben sich als N euschöpfung 
"j  .f  f F acht Giebelaiifsätze mit Rund- 
lf      bogenfriesen, jeder Giebelaufsatz 
;    g" gefüllt mit am rundbogigen, 
i      mit Höherführung des mittleren 
.    75 Fensters gruppirten Rundbogen- 
 " 5   7    fenstern, die durch gekuppelte 
 Zwischensäulen getrennt sind. An 
den Ecken der Giebel die eben- 
falls neuen Wasserspeier. Auf den 
 - f; , Spitzen der Giebel eine Kreuz- 
     blume. Zwischen den Giebeln 
    steigt der neue achtecldge Helm 
   '  aui   
  .i   Vollkommen fertig gebaut in 
i    111;" den Formen des romanischen Bau- 
    stils ist die Kirche wahrscheinlich 
  g_ g  auch in den dahrhundel-ten des 
     Mittelalters nicht gewesen. Mit 
     " der Zeit wurde die Kirche von ver- 
   7 "c schiedenen Aenderungen betroffen. 
    Noch im Mittelalter wurde an 
    der Nordseite eine steinerne 
 Capitell und Sockel "eines Pfeilers E m por e angebracht und mit dem 
in der Nicolaikirche zu Eisenach.  Kloster Verbunden Namentlich 
aber im 15. Jahrhundert wurden 
an Stelle der kleinen Fenster des Chores und des Langhauses grosse spitzbogige 
Fenster gesetzt, ebenso die Thüren zum Theil spitzbogig gemacht. Die Dächer 
der Seitenschiife Wurden nach spätmittelalterlicher Anschauung steiler gemacht. In 
Folge dessen verdeckten die Seitenschiifdächer die ursprünglichen Fenster des Mittel- 
schiifes. Deshalb wurden diese vermauert und das Mittelschiff erheblich erhöht, um 
hier noch eine Fensterreihe anbringen zu können. Die alte Holzdecke des Mittel-
        

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