Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Gerstungen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2467151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2467977
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BERKA 
Kirche. 
Gerstungen. 
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oberen Empore sind dargestellt: 1) Samuel, 2) Jeremias, 3) Jesaias, 4) Abraham, 
5) Daniel, 6) Ezechiel. 
Die Orgele mpore und das aussergewöhnlich reiche Gehäuse der Hauptorgel 
an der Westwand stammen aus dem Jahre 1667; die Schnitzerei des Gehäuses 
fertigte der Bildschnitzer Wanes (Abbildung auf dem Lichtdruck nach S. 32). Die 
geschnitzten Guirlanden, die posaunenblasenden Engel und geflügelten Engels- 
köpfe zeigen die Formen des späten Barockstils. Das kleine Orgelgehatlse, welches 
unterhalb der Hauptorgel, ausserhalb an der Balustrade der Orgelempore, angebracht 
ist, hat spätere Formen, ist indessen laut Rechnung in demselben Jahre ausgeführt. 
Die Decke des Hauptraumes bildet ein Tonnengewölbe aus Brettern, in das 
breite Stichkappen für die Fenster 
L     eingeschnitten sind. 
     Die Kanzel, eine der reichsten 
     der Gegend, stammt wohl aus der- 
"     1- selben Schreinerwerkstatt wie die 
      geschnitzten Paneele des Altar- 
  4-3, raumes (Abbild. S. 31). Am oberen 
A"     W Theil des Schalldeckels steht die 
      N   Jahreszahl1634. Auf einer schlanken, 
   _   runden, hölzernen Säule steht, ge- 
    tragen von einer umgekehrten 
     :4 Schweifkuppel, der Haupttheil der 
 y    Kanzel. Der Grundriss bildet ein 
  F   sechsseitiges Polygon. Die Ecken 
  i!      sind mit ionischen Säulen besetzt, 
    .1 zwischen denen eine Bogenstellung 
    b,   mit reichen Ornamenten des Barock- 
  ,  stils angebracht ist. In jede dieser 
,  i  fünf Bogenstellungen ist ein recht- 
 f "   eckiges Feld eingesetzt, das mit 
 I;     gutem Holzmosaik ausgefüllt ist. Auf 
Qf     dem einen dieser Felder ist Christus 
 ,  mit der Siegesfahne dargestellt; die 
      anderen Felder sind mit Ornamenten 
 saß-aßen        ausVasen und Blüthenranken ausge- 
Holzschnitzerei in der Kirche zu Berka a. d. Werra. füllt Den Aufgang- Zur Kanzel bildet 
eine steinerne Treppe, welche durch 
den Südpfeiler des 'l'riumphbogens durchgebrochen ist. Der achteckige Schalldeckel 
ist von dem Pelikan bekrönt. Der Schalldeckel ist mit zwei eisernen Stangen an 
der Chormauer aufgehängt. Kanzel und Schalldeckel stammen wahrscheinlich aus 
derselben Werkstatt. 
Der Taufstein ist mit einem in kräftigem Relief gemeisselten, gothischem 
Masswerk verziert, dessen geschweifte Formen auf die Spätzeit des gothischen 
Stils, etwa um 1530, deuten. Er stammt sichtlich aus derselben Werkstatt wie 
der Taufstein in dem nahe liegenden Geisa. Die acht hufeisenförmigen Füllungen 
des Masswerkes am oberen Haupttheil sind zum Theil mit spatgothischem Klee- 
blattmuster verziert, zum Theil auch mit einem Schild. Auf einem dieser Schilde
        

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