Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Gerstungen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2467151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2468907
Gerstungen. 
WüNsoHENsUHL, 
Kirche. 
die Thurmmauer, in der er liegt, ist von aussergewöhnlicher Stärke. Der Altar- 
raum ist 4,4 m lang, 4,5 m breit.  Aus der Zeit des Mittelalters stammt nur 
der viereckige, gemauerte Haupttheil des Thurmes. Der aehteckige Aufsatz mit 
der Laterne ist im Jahre 1826 errichtet. 
Der Hauptraum der Kirche zeigt die Spuren verschiedener Bauzeiten vom 
16. Jahrhundert an. Die älteste architektonische Form ist die spitzbogige Thür 
an der Südseite, die Wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts 
entstanden ist. Nach der Ortschronik stand „über der Thür unten" die Zahl 1563. 
Wahrscheinlich ist die Zahl übertüncht. Ueber einem, ebenfalls an der Südseite 
liegenden Fenster, das mit einem Vorhangbogen überwölbt ist, steht die Jahres- 
zahl 1673. Ein gekuppeltes Fenster aus der Zeit um 1600 ist in späterer Zeit 
wieder zugemauert (Abbildung auf dieser 
Seite). Diese beiden Fensteröffnungen lfpiii 
sind mit Vorhangbögen überdacht. Das    
Proül der Umrahmungen stösst am un- L   Xlxfi 
teren Ende gegen ein Volutenornament. r   15 r  
Diese Art der Fensterumrahmung kommt  f; jj l  
in der Gegend von 1550 bis 1650 vor.  1    i! 
Ueber der Thür an der Westseite steht     W   
die Jahreszahl 1793.   I,  l! 
Ganz schlicht ist auch die Ausstat-     l i  
tung im Innern des Hauptraumes. Er .  5)  
ist 11,3 m lang und 7,0 m breit. An n i    
drei Seiten stehen zweigeschossige Em-     
poren. Reicher verziert ist nur die ß ) i 
Orgelempore an der Westseite. t  '1  
Das Orgelgehäuse ist neu. Der  
Raum Zwlschen den jgmporen  1st mlt Vermauerte Fenster an der Kirche 
einem sehr flachen '10nnengeWolbe aus zu WünschensuhL 
Holz überdeckt. 
Der T a u fs t e i n stammt aus dem 
Beckenstein achteckig. 
Die Kanz el aus Holz ist neu. 
Jahrhundert. 
Der Schaft 
ist 
rund, 
der 
Die Sacristei, 
raumes eingebaut. 
3.118 
leichten 
Bretterschranken, 
der Ostseite 
des Altar- 
Alta r geräth e. Kelch, Silber vergoldet, mit gebuckeltgm Knauf und 
gothisirenden Ornamenten, aus der Zeit um 1700.  Kanne aus Zinn mit der 
Jahreszahl 1655, am Henkel ein Fries mit Ranken und Vögeln.  Flasche aus 
Zinn mit der Jahreszahl 1761. 
Glocken. Die grössere, vom Jahre 1495, ist umgegossen. Die kleinere 
Glocke, von 1463, trägt die Inschrift: Osana, darunter die Umschrift, von der die 
Jahreszahl und die Wortei S matuß (Marcus) iobanes zu erkennen sind. Darunter 
auf der einen Seite ein Crueiüx, gegenüber undeutlich ein Medaillen, eine Pieta 
mit vier Figuren darstellend. Die dritte Glocke ist aus dem Jahre 1890.
        

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