Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Eisenach: Amtsgerichtsbezirke Gerstungen und Eisenach (ohne Wartburg): Amtsgerichtsbezirk Gerstungen
Person:
Voss, Georg Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2467151
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2468492
HERDA, 
Kirche. 
Gerstungen. 
lirten Spitzbogen überwölbte-Fenster, welches ehemals die Hauptthür der Kirche 
War, an der Südselite des Hauptraumes (links neben der jetzigen Kirchenthür). 
An der Brüstung dieses Fensters steht folgende Inschrift: -AR-IONAS RIES 
    MIR VND(?)     10:1 SCPE   LEHE DIESE    FEL (P) C(?)IGE   
            
    E    An dieser Seite befindet sich auch ein Fenster, dessen Sturz mit 
einem in Wellenlinien geschweiften Bogen ausge- 
f schnitten ist. Dies jetzige Fenster war ursprüng- 
 Äw ABK lieh eine Thür, die zum Herrschaftsstand führte. 
1,1l? i  xi Will-IX Die bizarre Form lässt- sich mit annahernder 
M; 1,   s, 1.      
1,141" x.   Sicherheit datiren. Denn in ganz derselben Vlfeise 
  ist die Pforte am Hofe des Pfarrhauses uber- 
  x  dacht; und dort steht an der Pforte die Jahres- 
  zahl 16.92 (Abbildung auf dieser Seite). 
    Das Innere des Hauptraumes. Die Aus- 
" 1' {X  stattung stammt in der Hauptsache wohl aus der 
   Äijjr" zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. An drei 
  Seiten stehen zweigeschossige Emporen auf 
Schlussstein im Chor der Kirche kunstlosen vierkantigen Pfeilern. Der ganze Raum 
zu Herda. ist mit einer kunstlosen Bretterdecke überdeckt. 
Lange des Hauptraumes 11,7 m, Breite 9,2 m. 
Kanzel aus Holz. Auf kunstlosem viereckigen Pfeiler steht die Kanzel- 
brüstung, welche mit geschnitzten Fruchtgehangen und Engelsköpfen geziert ist. 
Der Stil der Ornamente deutet auf die Zeit um 1700. Die Treppe, welche zur 
Kanzel emporführt, ist durch den 
 7   X E X nördlichen Pfeiler des Triumph- 
  I; s Q  s ä  F bogens hindurchgebrochen. 
 , 1In.izmmrirlzlrxiitriwas"i:     Stizniräiiiiteiiiiäi 
lko ,f    aus der Zeit um 1600, liegt auf 
L   tllllll   dem Kirchhof an der Südseite der 
If 3 Kirche. Er hat einen säuleii- 
 ß   förmigen runden Schaft und einen 
l  runden,schmucklosenBeckenstein. 
Fenster vom Ende des 17. Jahrhunderts Der jetzige Taufstein ist neu, 
an der Kirche zu Herda. Geschnitzter Flügel- 
altar aus der Zeit um 1500, auf- 
gestellt oberhalb des Triumphbogens auf einem Balken des Dachstuhls (dem frei- 
liegenden alten Dachbinder). Die Schnitzerei gehört zu den guten Arbeiten der 
thüringischen Bildschnitzkunst, doch ist ein eingehendes Studium an diesem hoch- 
gelegenen Aufstellungsorte sehr erschwert. Es ist erst durch die Herstellung 
der photographischen Aufnahmen möglich geworden, welche Dr. F. Stoedtner für 
unsere Tafel nach S. 68 trotz des ungünstigsten Aufstellungsortes gemacht hat. 
 Auf dem mittleren Haupttheil des Altars ist Christus am Kreuz, umgeben 
von 6 Figuren, dargestellt. Am Fusse des Kreuzesstammes kniet Maria Magdalena, 
daneben steht Maria, die von Johannes gehalten wird, dahinter zwei Frauen, wohl
        

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