Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Apolda
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2459749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2466778
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Mnmsmnbm. "Buttstädt. 58 
 
nach Westen und Ausbildung der Westfront mit einer (wieder geschlossenen) Thür 
und darüber drei romanisirenden Rundbogen-Fenstern auf Pfeilern mit Kämpfer- 
gesimsen; ferner: 1860, von daher die im Langhaus vor die Triumphbogen-Pfeiler 
gesetzten, korinthischen Pilaster und das im Chor an der N0rd-, Ost- und Süd-Seite 
laufende, antikisirende Gesims; sowie Auffrischung des Innern, bezw. Ausmalung, 
Emporenverzierung G130. (s. Lichtdruck).  Die Diücese Buttstädt, S. 32.  Kronfeld a. a. O. 
Kirchbanke an der Westseite des Langhauses, aus der Mitte des 18. Jahr- 
hunderts, mit durchbrochener Schnitzerei. Holz. 
Taufstein von 1562 (Lichtdruck). Die Arbeit gehört der guten Hochrenaissance 
in kräftiger, deutscher Ausführung an und verdient wegen der Abwägung der Verhält- 
nisse Beachtung. Die Inschrift am Sockel lautet: Ev. Joh. 3, 5: NISI QVIS RENATVS 
FVERIT EX AQVA ET SPIRITU SANCTO NON POTEST INTRARE REGNUM 
DEI (Es sei denn, dass Jemand wieder geboren werde etc.). An der Platte über dem 
Schaft steht der Name des Stifters: CONRAD VON BEVMELBERG, RITTER 1562; 
am-Schaft ist ein Wappenschild angearbeitet, an den Stegen zwischen den Canneluren 
Anfangsbuchstaben und Zeichen des Steinmetz: W  H  an der oberen Platte des 
Beckens: MARCI VLTIMO, QVI CREDIDERIT ET BAPTISATVS FVERIT SALVVS 
ERIT (Marci am Letzten: Wer da, glaubet und getauft wird etc). Sandstein. 
Kanzelbau (Lichtdruck), aus der Zeit bald nach 1744, 1860 geschickt reparirt; 
ein gutes Beispiel der Anordnung, bei welcher die Säulen, die von unten aufsteigen, 
"so hoch geführt sind, dass sie die Kanzel und ihr Gebälk mit dem Schalldeckel ein- 
schliessen und bei welcher ferner dadurch, dass nur der Mittelraum des Ohores hinter 
dem Altar benutzt wird, eine flotte Linienführung und hochstrebende Wirkung entsteht. 
Auch sehen wir an diesem Kanzelbau die Fähigkeit des 18. Jahrhunderts, bei geringen 
Mitteln durch gute Verhältnisse schönen Eindruck zu erzielen; im Einzelnen die 
Mischung von barocken (bezw. Renaissance) Formen (Cartouchen, Schweifungen) mit 
Zopf bezw. beginnendem Classicismus (unter Ausscheidung des Roccoco). Besonders die 
seitlich frei vorgestellten, korinthischen Säulen machen sich sehr gut. Das Gemälde 
des Rundbogen-Feldes im oberen Aufsatz stellt die Bergpredigt dar, die auf dem 
Giebel lagernden Gestalten Glaube und Hoffnung. Die durchbrochen gechnittenen 
Bekrönungs-Bretter über den Thüren (zum Sacristei-Verschlag) rechts und links vom 
"Kanzelbau kommen in solcher Anordnung an den anderen Kirchen der Gegend nicht 
'vor, geben somit einen neuen Beitrag zu den Versuchen, eine Lösung des Wand- 
Anschlusses zu finden. Der ganze Bau ist von Holz, mit einiger Färbung und Ver- 
goldung aus neuerer Zeit.  Kirchenbuch, Akten bezügl. Reparatur 1859 n. 1860, nebst Grund- 
riss und Aufriss. 
 Nummernbretter 
schnitzten Rahmen. 
3,115 
der Mitte 
des 
Jahrhunderts, 
mit 
durchbrochen 
Tauf schale, Beckenschläger-Arbeit bekannter Art, mit einer Traube und 
Weinblättern im Boden und der zweifachen Randschrift. Messing  
 Kelch, 1692 vom Schuldiener Joh. Freudenreich und seiner Gattin gestiftet, 
laute Inschrift "auf einem. Feld des Fusses, welcher Secbspass-Form: i) hat. Knauf 
rund", "mit. getriebenen Eiern und dazwischen den kaum vertretenden, nur noch durch 
Kehlen getrennten, hochkantigen Würfeln. Silber, vergoldet.
        

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