Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Apolda
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2459749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2466457
424 Essnmman. GEBSTÄDT. Buttstädt. 28 
Glocken. 1) Qtnno bni mccccc . confoloc viva Beo movtva pello nociva 
(Lebende trösf ich, beklage die Toten, vertreibe das Uebel). Relief mit Anbetung 
der Könige und Maria. im Garten in bekannter Auffassung. 105 cm Durchmesser. 
 2) Neu. 
Gehstädt, 71], km südöstlich von Buttstädt; Gehunstete im 8.  Jahrhundert 
dem Kloster Hersfeld zehntpflichtig, Gebenstat und Geberichestat angeblich 874 dem 
Stift Fulda zinspfiichtig; 1063 in Gebenstette vom Erzbischof von Mainz dem Kloster 
zu Sulza die Zehntpiiicht überlassen; vor 1069 ebendort Land vom Kaiser einem 
Ritter Morichon geschenkt, mit welchem später das Kloster Paulinzelle dotiert wird, 
dem auch das Patronat der Pfarrei gehörte. Der Ort war Sitz eines zu Anfang des 
13. Jahrhunderts erwähnten Adelsgeschlechtes, später, von den Grafen von Orlamünde 
1346 an die Landgrafen gekommen, einer Vogtei unter den Landgrafen, welche im 
17. Jahrhundert sehr zusammenschmolz und dann in dem Amt Eckartsberga auf- 
ging; die Landeshoheit war 1485 bei der Theilung zum meissnischen Antheil, d. h. 
an die Albertiner, gekommen und wurde 1815 von diesen (während der Haupttheil 
des Amtes Eckartsberga an Preussen kam) nebst Ködderitzsch an Sachsen-Weimar 
abgetreten. Der Ort litt besonders 1644 durch Brand.  Anemüller, Urkundenb. v. 
Paulinzelle, in Thüringische Geschichtsquellen VII (N. F. IV), S. 1. 64 f.  Bertuch, Chronic. Por- 
tense, S. 109 f.  Böttger, Diöcesan- u. Gen-Grenzen IV, S. 166 f. 367.  Dronke, Cod. dipl. 
fuld, S. 274.  Dronke, Tradit. fuld., S. 132.  Eisenach, Das Sulzaer Thal, S. 14.  Hesse, 
Gesch. d. K1. Paulinzelle, S. 3. 16 und Urk. I.  Kronfeld, Landeskunde I, S. 183; II, S. 232 f.  
Landau, in Hess. Vereins-Zeitschr. X, S. 188.  Lepsius, Bischöfe v. Naumburg I, S. 217.  
Michelsen, Ausgang d. Grafsch. Orlamünde, S. 31.  J. S. Müller, Sächs. Annalen, S. 362. 451. 
502. 598.  (Otto) Thuringia sacra 1737, S. 378.  Rein, Thuringia sacra II, S. 52. 130. 142. 
150-152. 198. 201. 205. 210.  v. Reitzenstein, Regesten, S. 169.  Schulte s, Dir. dipl. I, 
S. 41. 177. 179; II, S. 470.  A. Schumann, Lexikon von Sachsen III, S. 55; XV, S. 1021 f.  
C. F. L. Schumann, Landesknnde, S. 87.  Stechele, in Thüring. Vereins-Zeitschr. 1879 (N. F. I), 
S. 128. 132. 322; 1880  S. 39.  Stumpf, Acta Magunt. sec. XII, S. 140.  Wenk, Hess. Landes- 
geschichte II, Urk. S. 17.  Wolf f, Chronik d. Klost. Pforta I, S. 188 f.; II, S. 124. 197.  Würdt- 
wein, Thuringia et Eichsfeldia, S. 69.  Zeitschrift des Harzvereins XX, S. 390. 
Ki rch G, auf einem Hügel gelegen. Grundriss-Form: T2)  Die Anlage 
ist spätgothisch, aus dem 15. Jahrhundert; im Einzelnen: das Mauerwerk des nörd- 
lieh vom Chor gelegenen, viergeschossigen Thurmes mit zwei Gesimsen, welche das 
Erdgeschoss vom ersten Obergeschoss und das zweite vom dritten Obergeschoss 
trennen, gut erhalten; ferner eine jetzt halb im Boden steckende Spitzbogen-Thür 
vom Chor zum Thurm-Erdgeschoss, eine Spitzbogen-Blende aussen an der Nordseite 
des Thurm-Erdgesehosses, je ein schlichtes Vorhangbogen-Fenster im ersten Thurm- 
Obergeschoss an der Ostseite und an der Nordseite, einige seiner Fensterschlitze und 
die grossen mit Maasswerken versehenen [aber ihrer Zwisehenpfosten beraubten] 
Spitzbogen-Fenster im dritten Thurm-Obergeschoss. Im Uebrigen Bau des 18. Jahr- 
hunderts nach dem Brande von 1644; im Innern die an den Seiten flachen, in der 
Mitte tonnenförmigen Holzdecken über Chor und Langhaus; ferner die grossen Flach-
        

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