Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Apolda
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2459749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2466172
398 Emmmune. Bummmsrmntr. Buirtstädt. 2 
Orlamünde, Jena 1856, S. 31.  J. S. Müller, Des Hauses Sachsen Annales von 1400-1700, Weymar 
1'701 (s. Haupt-Register unter Brembach, Buttelstedt, Buttstädt, Gebstedt, Hardisleben).  C. Chl. 
Frhr. v. Reitzenstein, Regesten der Grafen von Orlamünde, Bayreuth 1871, S. 169.  Valentin 
Rudolph, Zeitbüchlein, 2. AufL, Erfurt 1586.  A. Schumann, Lexikon von Sachsen XV, S. 73 f. 
 C. F. L. Schumann, Weimar-Eisenachische Landeskunde, Neustadt a. d. O. 1836, S. 44-53.  
Stechele, in Thüring. Vereins-Zeitschr. N. F. I (1879), S. 321 E; II, S. 39-42; vgl. Böttger, 
Diöcesan- u. Grau-Grenzen IV, S. 366 E; vgl. S. 361. 364.  Würdtwein, Thuringia. et Eichsfeldia. 
    
ßllllßlSlßdl, 7 km südlich von Buttstädt; eine der ältesten Culturstätten Thü- 
ringens, war wohl schon zu den Zeiten der sächsischen Kaiser ein Reichsgut und 
Sitz einer der 4 hauptsächlichen Gerichtsstatten (Dingstühle), in dem hersfelder 
Zehntverzeichniss aus dem 8.  Jahrhundert Botalastat. 1051 und 1052 verlieh 
Kaiser Heinrich III. die Gerichtsbarkeit (comitatum) in Boldelstete (Botelstete) dem 
Bischof von Naumburg, der gegen Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts 
urkundlich auch als Oberlehnsherr erscheint und die Landgrafen von Thüringen mit 
Buttelstedt belehnte, doch muss es vor 1334 (1321? siehe Rastenberg) unter die 
Lehnshoheit der Landgrafen selbst gekommen, auch schon eine Stadt gewesen sein 
(denn damals wurden ihre Statuten und Rechte vom Landgrafen bestätigt); ebenso 
Sitz einer aus Buttelstedt und mehreren Nachbarorten (die jetzt zu den Amtsgerichts- 
bezirken Vieselbach, bezw. Weimar gehören) bestehenden Vogtei. Wir hören, dass 
eine Burg von Burgmannen, so um die Mitte des 14. Jahrhxmderts, von Mitgliedern 
der Adelsfamilie von Worm (s. Olbersleben) innegehabt, dann 1374 die Vogtei 
an einen Vitzthum versetzt wurde. Adelige Herren von Botilstete, welche im 14. Jahr- 
hundert hier und dann anderwärts genannt werden, können möglicherweise nur als 
Burgmannen den Namen gehabt haben. Die Vogtei gehörte später pfandweise der 
Familie von Hetschburg (s. dies im Amtsgerichtsbez. Blankenhain), ward dann wieder 
von den Lehnsherren eingelöst, aber 1434 an die Herren von Gottfahrt versetzt, welche 
seit 1432 schon mit einem Theile der Stadt beliehen waren. 1458 erhielt die Stadt 
ihre Rechte und Gesetze vom Kurfürsten geregelt. 1458 bekamen die von Meusebach 
zu Schwerstedt (s. dies in Amtsgerichtsbezirk Weimar) Stadt und Vogtei zu Lehn, 
so dass wir die später als in theilweisem Besitz der Stadt bezeichneten Gottfahrts 
wohl nur als Besitzer der Burg, bezw. des Rittergutes aufzufassen haben. Aus der 
Vogtei wurde nun, den Regelungen des 15. Jahrhunderts entsprechend, ein Amt, 
welches 1489 um einige Orte vermindert und unter Vorbehalt eines Wiederkaufes von 
dem Kurfürsten von Sachsen den Meusebach's bestätigt wurde und dann 1544, jedoch 
nun um allen Besitz ausser der Stadt selbst verringert, an den Kurfürsten zurück- 
kam. (Die übrigen Orte blieben in Anrechnung der Schuldsumme den Meusebachs.) 
Damals wurde der Sitz des benachbarten Amtes Brembach hierher verlegt. 1617 
erwarb der Kanzler von Goechhausen (T 1660, sein Grabmal in der Kirche) einen 
Theil des Gottfahrfschen Privatbesitzes (der andere blieb jener Familie), erhielt aber 
1633, bezw. 1650 vom Landesherrn die Gerichte über Stadt und Amt Buttelstedt. 
Diese blieben bei seinen Guts-Nachfolgern bis 1850, wo sie dem Staate Weimar unter-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.