Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Apolda
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2459749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2461813
)SEWI'J 
ÜOPPANZ. 
Jena. 
ÜIOSGWÜTZ, auf der Hochflitche links der Saale 3314 km nordnordwestl. von 
Jena. 1316 ein Weinberg zu C1. von IIeinr. v. Closewitz dem Nonnenkloster zu Jena 
geschenkt. 1346 kommt der Edelsitz dieses Ritters an H. von Melewitz und wird 
von diesem 1351 ans Nonnenkloster von Jena geschenkt.  Ueber Siegel siehe Sun]; 
in Tlziiring. Vereins-Zeüsc-hr. I1, 153. 
Kirche brannte 1818 ab. Der in drei Seiten geschlossene Chor ist gothisch, das 
ebenso breite Langhaus, laut Inschrift über der Südthür, von 1820. Im Chor ruhen 
zwei Gratgewölbe des 16. Jahrhunderts auf einfach gegliederten Consolen. Der, wie 
seine Wandpfeiler, rechteckige und abgefaste Triumphbogen ist im oberen Theilc 
um der späteren und tieferen Gewölbe des Chores willen verschalt und verputzt. (An 
seiner Stirne eine kleine Verzierung und: E.  Die zwei Fenster im Chor sind 
spitzbogig, später in der Leibung rundbogig erweitert. Innen an der Nerd- und Südseite 
je eine Rechtecknische, aussen das einfache Sockelgesims wohl erhalten.  Das unbedeu- 
tende Langhaus hat eine tonnenförnlige Holzdecke. Auf dem Chor ist der neue Thurm 
mit Rücksicht auf den dreiseitigen Schluss im ersten Obergeschoss sechseckig, dann über- 
geführt ins Achteck und hat Schweifkuppel mit hohem Aufsatz, darauf eine zweite Kuppel. 
Taufkanne in Seidelform mit: Erneslüra Clzrzlstiana Agatlza llerrguttin 1746, in einem 
Kranz. Zinn. 
Ehem. Kelch, Glas, 18. Jahrlr; eingeschlilfen ein Schäfer unter Bäumen, darüber: 
EIN GUTER MUTH DAS BESTE GUTH. 
Grucifix auf dem Altar, mit Unterschrift: HANS ANDREAS PREISER 1'759; die 
Figur von Zinn. 
2 Blumenvasen, 18. Jahrh. Zinn. 
Glocken von 1821. 
Im Besitz des Lehrers Herrn Seidler: 
T au f s t e i n  Becken (aus der Kirche) im H0 
schnitten. Sandstein. 
0 e lg e m äl d e von: 1d. Back 1772, schlafende 
Hof , 
Halbkugel , 
oben 
Achteek 
Nymphen, 
frei 
nach 
Rubens. 
[Nach Annnn Bau-m (Geograplzus Jenenszk, Ausgabe 1672) hätte ehemals bei dem 
Dorfe ein festes Schloss gestanden, die Huneburg, auch Wimm elburg genannt] 
[Bei Closewitz befand sich auch die Wiistung Czizkow (Czischko, Zitkau).  
Anmut Bi-zmn, Geogr. 1665. p. 333.  v. Honnnnnn, mrsz] 
cüppälll, 5 km südwestl. v. Jena; früher in Besitz der Burggrafen von Kirch- 
berg wurde Kopancz 1350 von diesen an die Stadt Erfurt verkauft. Im Bruderkrieg 
wurde es gänzlich zerstört und blieb über 250 Jahre eine Wüstung. 1723 wurde es 
mit Erlaubniss Herzog Ernst Augusts wieder aufgebaut. 
Kirche, 1812 erbaut, unbedeutend, klein, neuerdings wieder hergestellt. Recht- 
eekiger Chor und breiteres einschifliges Langhaus mit Holzdecken. Fenster neu, i1n 
Chor ein rundes, im Langhaus rechteckige, am erneuerten Thurm über dem Chor 
spitzbogige. Thurmhelm vierseitig.
        

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