Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Apolda
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2459749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2465324
Apolda. 
Ennnsmnm. 
FLURSTEDT. 
319 
mit Gehangen und Voluten an den Kanten, mit Fruchtbündeln an den Flächen be- 
setzt. Darüber der entsprechend gebrochene Schalldeckel vor dem hohen, stark ver- 
kröpften Gebälk. Auf diesem ruht der Aufsatz, in der Mitte als eine rechteckige, 
von Pilastern eingefasste Tafel, mit dem Dreifaltigkeits-Dreieck im Strahlenkranz ge- 
füllt und mit der Figur Christi zwischen zwei Engelsknaben bekrönt, während an den 
Seiten sich Schnörkel als Umrisse von Halbgiebeln zu den Anssen-Ecken herabziehen. 
Der ganze, gut ausgeführte Holzbau ist weiss, mit Vergoldungen gefärbt, wogegen 
die grell-blauen Tuchbekleidungen und Vorhänge vor den Durchgängen sehr ab- 
stechen.  
Wappen an der Südempore oben, eines Herrn Braun, welcher hier um 1588 
ansässig gewesen, in das Gefangniss gekommen, entsprungen, in Indien zu Reichthum 
gekommen und der Kirche eine rothseidene Altarbekleidung und dies Wappen (links 
V  
dreimal das Motiv: a, in der Mitte Strauss mit Schlange im Schnabel, rechts Löwe 
mit zwei Schwertern, oberhalb ein behelmter Mann) gestiftet haben soll. 
Ein Valter Grenzstein wird in der Kirche aufbewahrt, welcher, von der Form eines 
einfachen, oben giebeüörmigen Pfeilers, auf beiden Seiten: 1.589, auf der einen Seite noch 
die Kursehwerter, auf der anderen den Rautenkranz zeigt. 
Orucifix 
dem 
Altar, 
VOII 1 
1740. 
Holz. 
Weinflasche, 
V0l1 Z 
1730, 
Schraubdeckel. 
Zinn. 
Kelch. Der Fuss ist noch gothisch, rund, mit einem Randmuster von durch- 
brochenen Kleebogen-Stellungen; ebenso der runde, mit getriebenen Ranken verzierte 
Schaft; der Knauf aus dem 18. Jahrhundert, gedrückt kugelig, mit Canellirungen. 
Silber, vergoldet. 
Glocken. 1) 1804 von Gebr. Ulrich.  2) 1850.  3) 1884. 
Flurstedt, 5 km nordöstlich von Apolda; 1051 und 1052 Flogerstete, kaiserliches 
Gut, Sitz der von 1242 bis 1450 genannten Herren von Flurstedt, sowie mehrerer 
anderer Adelsfarnilien (so im 17. Jahrhundert der von Eberstein und von Grosigk 
(Krosigk  im 18. Jahrhundert VOII Lyncker).  B e rt u ch, Chronicon Portense (1612), S. 147. 
 H. B o e ttg e r, Diöc.- u. Gau-Grenzen IV, S. 366. 368.  O. Frank e, Das Rothe Buch von Weimar, 
S. 15. 85 f. 115.  Geschichtsquellen d. Prov. Sachsen XXIII (C. Beyer, Urkundenb. d Stadt Erfurt 
I, 1889), Nr. 154. 215. 228. 230. 364.  v. Gleichenstein , Cluster Burgelin, Diplom. S. 87.  
v. Heinemann, Cod. dipl. Anhalt. I, S. 103.  Hess, in Thüring. Vereins-Zeitschr. VI (1865), S. 181 
Anm. -Kronfeld, Landesk. II, S. 196.  Kronfeld, Apolda, S. 34. 67. 73. 90.  Lepsius, in 
Mittheilimgen a. d. Gebiet histon-antiqu. Forschungen, H. I, S. 46 f.  Lepsius, Kleine Schriften I, 
S. 29.  L epsiu, Geschichte der Bischöfe des Hochstifts Naumbnrg I, S. 26. 214-217.  Rein, 
Thuringia sacra II, S. 77. 136. 174 und an vielen anderen Stellen.  v. Reitzenstein, Regesten, 
S. 164.  S chulte s, Direct. dipl. I, S. 273f.  S c hum ann, Lexikon von Sachsen II, S. 659; XV 
S. 788 f,  K. Fr. L. Schumann, Landesklmde, S. 95.  Stark, in Thüring. Vereins-Zeitschrift II 
(1857), S. 147, über Siegel.  Stumpf, Acta Magunt. sec. XII, S. 134.
        

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