Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Apolda
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2459749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2465208
Der 
Amtsgerichtsbezirk 
Apolda. 
lt   er Amtsgerichtsbezirk Apolda, Theil des gleichnamigen Verwaltungsbezirks 
  des Grossherzogthums Sachsen-Weimar, grenzt im Nordwesten und einem 
lrg  Stück des Nordens an den Amtsgerichtsbezirk Buttstadt, im Norden an 
   den preussischen Regierungsbezirk Merseburg, im Osten an den meinin- 
gischen Amtsgerichtsbezirk Camburg und weiter südlich an den weimarischen Amts- 
gerichtsbezirk Jena, im Süden an denselben und im Westen an den Amtsgerichts- 
bezirk Weimar. 
Unter den sächsischen Kaisern gehörten die Ortschaften im Ganzen zum Ostergau 
(Husitin). Die Landgrafen haben mit dem 12. Jahrhundert hier Fuss gefasst und die 
Lehnshoheit erworben, mit am frühesten in der Gegend um Sulza, als Nachfolger 
der Pfalzgrafen von Sachsen. Hauptsachliche Theile, aus denen der heutige Amts- 
gerichtsbezirk sich zusammensetzte, waren die Ortschaften, welche dem Kloster Heus- 
dorf gehörten und mit diesem 1533 das gleichnamige Amt bildeten, welches dann 
unter die Aemter Niederrossla und Dornburg vertheilt wurde; ferner eben dieses 
Amt Niederrosla, dessen Stamm die 1447 von den Vitzthumen von Apolda an das 
thüringische Fürstenhaus gekommenen Orte bildeten; ferner Güter, welche ursprüng- 
lich dem Burggrafen von Kirchberg, bezw. der Stadt Erfurt und dem Kloster Kapellen- 
dorf gehörten und im 16. Jahrhundert an die Ernestiner kamen. 1815 wurden einige 
der 1485 zum Antheil der Albertiner gekommenen Orte (Lachstedt und Neustedt) vom 
Königreich Sachsen an Sachsen-Weimar abgetreten. 1879 wurden die Stadt Apolda 
und das Amt Niederrossla zum Amt Apolda verschmolzen und ihm die Theile des 
Amtes Dornburg einverleibt. Ueber die früheren Besitzverhaltnisse jener Theile des 
Amtes Dornburg und die Erwerbung derselben durch das Haus Wettin giebt die Ein- 
leitung zum Heft Jena und die Geschichte Dornburgs in demselben Heft Auskunft. 
 Im Anfang des 17. Jahrhunderts muss in den Bezirken Apoldals und Buttstadfs 
ein sehr beachtenswerther Baumeister und Bildhauer Nikolaus Teiner thatig ge- 
wesen sein. 
Bau- und Kunstdenkm. Thüringens. S-Weimar-Eisenach 11. 1
        

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