Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Apolda
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2459749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2464734
270 ALLSTEDT, Sehloss. Allstedt. 
ebensolche, trefflich durchbrochen geschnitzte an den Flachen, in S-förmigen Ver- 
schlingungen, welche schon den Uebergang zum Zopf kennzeichnen, sowie hübsches 
Abschluss-Gesims mit Gonsolen. (Füsse neu; ein dazu gehöriger Untersatz in der 
„Theeküche"). 
2 Schränke im Ostcorridor und an der sogen. Haupttreppe des hinteren 
Schlosses, vom Anfang des 17. Jahrhunderts, mit vertretenden, viereckigen, in den 
Ecken getreppten Füllungen, auf welche neuerdings Muster gemalt sind. 
Schrank, ebenda, stark erneuert mit Benutzung alter Theile wohl eines 
danziger Schrankes, aus dem Ende des 17. Jahrhunderts, barock, gross, von Nuss- 
baumholz, polirt. Eingelegte Flachen zwischen drei korinthischen Pilastern, welche 
ein Gebälk mit Rankenfries und mit einem Adler in der Mitte tragen. 
Stollenschrank in der Ecke des Fürstenzimmers, barock, auf gedrehten 
Füssen; die Klappthüren in den Flachen haben Verzierung von Blendthüren, welche 
seitlich und oben geschweifte Umfassungen zeigen  
Schrank im Fürstenzimmer, einfacher, aber noch mit guten, im Geist der Renaissance 
gehaltenen Profilirungen; gedrehte Füsse; Kassetten, an den Thüren neu bemalt; das Deck- 
gesims in der Mitte als Rundbogen aufsteigend. 
Truhe im Ostcorridor, aus dem 17. Jahrhundert, an der Vorderseite geschnitzt mit 
Figurenschmuck. 
Schränkchen im Fürstenzimmer auf dem Stollenschrank, aus dem Anfang des 
18. Jahrhunderts, Ebenholz, mit gerundeten Ecken, gegliederten Holz-Gesimsen und 
Umrahmungen und in Zinn eingelegter Arbeit von Ranken; in der Mitte zwischen 
solchen eine Jünglingsfigur unter einer Krone  
Schränkchen im Lesezimmer, aus dem 17. Jahrhundert, mit Einlage-Arbeit von 
schwarz-gravirtem Elfenbein, Simson mit dem Löwen, Jagd- und Kampf-Scenen. 
2 Tische im Spielzimmer, bezw. im Ostcorridor, zusammengesetzt aus einfachen 
Roccoco-Füssen, neuen, marmorartig gestrichenen Holzplatten und sehr hübschen, als Kopf- 
bander der Platte dienenden Theilen, welche (zu diesem Zwecke von andersher genommen 
und zersägt) reiches, fein geschwungenes, durchbrochen in kräftigem Relief geschnitztes 
Akanthus-Blattwerk des 18. Jahrhunderts zeigen  
2 Tische im grossherzoglichen Wohnzimmer, aus dem 18. Jahrhundert, mit einge- 
legter Arbeit, Jagdstück, bezw. Narrenfigur in Umrahmung von Ranken, Blumen und 
Schmetterlingen. 
Tisch im Lesezimmer, um 1720, in reizendem Uebergang vom Regentschafts- 
Stil zum Roccoco, mit zierlich durchbrochen geschnitzten Seitenwangeu, in denen 
die Mittelmuschel, aber noch symmetrisch auftritt. 
T is chch en im grossherzoglichen Schlafzimmer, um 1690, runde Platte auf einer 
nackten Knabenflgur, hübsch  
Lehnstuhl, mit Monogramm: E.W. und sächsischem Wappen auf den Seiten- 
Wangen, von Herzog Ernst Wilhelm von Weimar eigenhändig geschnitzt und seinem 
Leibjäger Krause geschenkt (laut Notiz an der Rückseite), spatbarock, mit ange- 
arbeitetem Blumenwerk an Füssen, Seitenwangen und Armlehnen in sehr gediegener 
Technik  
Bettgestell im grossherzoglichen Schlafzimmer, aus dem 18. Jahrhundert, mit 
Rankenwerk, vergoldet.  (Das Himmelbett im fürstlichen Schlafzimmer hat kaum 
noch alt zu nennende Theile.)
        

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