Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Apolda
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2459749
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2463518
162 
KÖTSCHAU. 
KRIPPENDORF. 
Jena. 
162 
 
 
hundert; Cotisowe, Cotzowe, Cozhowe, Cozsowe, Koozenauw; von Landgraf Friedrich 
1434 an Busse Vitzthum d. J. verkauft.  Bein in Thüringer Verezhs-Zeilsclzrzfl V, 263. 
 ScHMID, Die Ifircllbergkclzen Schlösser, S. 75, 148, 149.  Ugber Siegel siehe STARK 
in Thüringer Vereins-Zeitsclzrgfl II, 155. 
Kirche, aus dem 18. Jahrhundert. Chor rechteckig; das einschiüige Langhaus, 
von derselben Breite, mit rechteckigen Fenstern. Auf dem Chore ein kleiner, hölzerner, 
verschieferter, achteckiger Aufsatz mit Schweifkuppel. Eine Engelsf igu r von einem 
Grabstein (um 1'700) aussen an der Ghorsüdseite eingemauert. 
Sacramentschrein im Chore an der Nordseite, spätgothisch; über der 
eisernen Gitterthüre ein geschweifter Spitzbogen, darüber ein Halbkreis mit zwei 
Kleeblattbögen; Fischblasen zwischen diesem und der rechteckigen Stabeinfassung, 
sowie zwischen dem Halbkreise und dem Schweifbogen  
Taufstein, spatgothisch. Der Fuss ist am Rand mit 16 Spitzbögen versehen, 
der Schaft mit 16 gekreuzten Stäben umsetzt, die zur Veranschaulichung der Last 
des darauf ruhenden Beckens in der Mitte leicht geknickt sind. Das Becken selber 
ist halbkugelig, mit geflochtenen Stäben umspannt. Sandstein  
Kelch, 1634, einfach, edel; der Fuss über einer Wulstplatte rosenförmig aus- 
gebaucht; der Knauf facherförmig gespalten; der Schaft darunter und darüber acht- 
eckig, mit Rosetten. Umschrift des Randes: Ihr Fr. Gen Herr Bernhardt Herzogin 
zu Sachfsen Jnlich Oleve und Bergk etc. hat den Gotteshäufseren Holstedt und 
Kötzschan diesen Kelch verehret den 7 Jannary A0 1634. Silber, vergoldet. Höhe 
16,7 cm, Durchmesser der Kuppe 10 cm.  
dem gleichen Materiale. 
Silber, vergoldet. 12,9 
P a t e n e , aus 
Cleve und Bergk. 
Inschrift: Bernhardt Herzog 
cm im Durchmesser. 
zu Saclzffs-ez: Julicll 
Weinkanne, 
seidelförmig, 
bezeiehnett 
Jena. 
Zinn. 
Krippendorf, 
(SCEULTES, director. 
11, 263. 
 km nordwestlich von Jena; 1181 zuerst urkundlich erwähnt 
dlplomat. 11, 2:90), 1357 als Crependorf.  KRoNFELn, Landeskmzrle 
Kirche. Romanische Anlage: Langhaus mit viereckigem Altarraum. An diesen 
wurde in spätgothischer Zeit östlich ein in drei Seiten geschlossener Chor angebaut 
wohl an Stelle der früheren Apsis, deren Bogen im gedrückten Spitzbogen stehen 
blieb, aber durch Abfasung der beiden Kanten (mit der Ueberführung zum Sockel 
durch Pyramiden-Vermittelung) "verändert wurde. Ein ebenso profilirter Triumphbogen 
öffnete sich nach dem Langhause, welches jedoch im Wesentlichen in seiner jetzigen 
Gestalt ein Bau von 1629 (Inschrift an der Südseite des Thurmes) ist  Der Rest 
ist von 1733, bezw. 1844 (Inschrift über der Westthür). Gothisch erhalten ist noch 
im Chore das Kreuzgewölbe, welches aus zwei rippenlosen, vierkappigen Gewölben auf 
Kopf-Consolen besteht (zwei dieser Gewölbe-Anfänger sitzen auf den Chor-Schrägseiten). 
Das Ostfenster ist spitzbogig, zweitheilig, mit spätestgothischen Kleeblattbögen, 
sowie einem Vierpass im Schlusse. Auf der Südseite des Chores ein modern ver-
        

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