Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Weimar: Amtsgerichtsbezirk Weimar
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2456047
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2457608
270 
LEBNSTEDT. 
Lmnswunr. 
Weimar. 
voll componirte, aber im Stil des späten, italienischen Manierismus ausgeführte 
Darstellung des Kampfes zwischen Jacob und dem Engel, während unten die Familie 
Richter betet. 
Glocken. 1) anno bnf mcccclvz ave mavia gmcia. 85 cm Durchmesser. 
 2) 1766 von J. G. Ulrich in Apolda, mit Friesen. 67 cm Durchmesser.  
3) 1877.  
VOIl 
3 Kreuzsteine östlich vor dem Ort, nach Kleinschwabhausen 
an der Ostseite mit eingehauenen Schwertern. 
zwei 
[BBSHZIIM], gehörte als Lehn der Grafen zu Gleichen von 1504-1602 den 
Herren von Meusebach, dann dem Kanzler Dr. Gerstenbergk.  Kronfeld a. a. 0.] 
Liehstedt, 10,2 (9) km nordöstlich von Weimar (Liuprechtestat? Dronke, Trad. 
fuld, S. 46), 956 Liebessted (Sehultes, Direct. dipl. I), Sitz der von 1216 an vorkom- 
menden, mit den Herren von Ossmannstedt (s. diese, Amtsgerichtsbez. Apolda, S. 358) 
gemeinsamen Stamm habenden t Familie von Libenstete (so 1266; Martin, Urkundenb. 
v. Jena I, S. 13), Libinsted etc., welche gegen Ende des 14. Jahrhunderts erlosch, wurde 
dann (1493) Sitz der Comthurei des seit der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts hier 
angesiedelten Deutschordens (welcher 1331 Dorf und Feste mit Kirchlehn und Zu- 
behör von den Landgrafen in Tausch erhielt; Schmidt, Urkundenb. d. Vogte, "S. 706. 707) 
und stand (nebst Lehesten, siehe Amtsgerichtsbez. Jena, S. 165) unter der Landes- 
Comthurei Zwätzen (Amtsgerichtsbez. Jena, S. 235), bezw. mit dieser unter Sachsen 
albertinischer Linie. S0 kam der Ort 1815 an Sachsen-Weimar. Brände besonders 
1627, 1713, 1714, 1755, 1820.  Alb erti, in Vogt]. Jahrb. XLVH, XLVIII, S. 4.  
Franke, Das Rote Buch.  Hermann, in Thüring. Vereins-Zeitschr. 1871, VIH, S. 38.  Hess, 
in Thüring. Vereins-Zeitschr. 1865, VI, S. 217 f.  Kronfeld, Landeskunde H, S. 144i  Merian, 
Topogr. sup. Saxom, S. 10. 12.  Rein, Thuringia saera II.  Schuman n, Landeskunde, S. 105.  
Stark, in Thüring. Vereins-Zeitschr. II, S. 151, über das Siegel.  Voigt, in Thüring. Vereins- 
Zeitschr. I, S. 91 E.  Werneburg, in Erfurter Akad. Jahrb. 1884, S. 52. 
K i rch B, aus dem 18. Jahrhundert, schlichtester, rechteckiger Raum von 8,7 m 
Lange und 8,2 m Breite des Chores und ebenso von 16,1 m Länge und 11 m Breite 
des Langhauses, mit geputzter Holzdecke vom Querschnitt: ff-Y und vielen 
rechteckigen Fenstern und Thüren regelmässiger Anlage. [Kein Thurm noch Dach- 
reiter.] Alles geweisst. 
Kanzelb au, aus dem 18. Jahrhundert, hinter dem Altar, ganz stattlich. 
Unten in drei Seiten gebrochen zurücktretend, mit Flachbogen-Durchgängen zwischen 
Pilastern und vor ihnen frei vertretenden, ionischen Säulen innen und einfachen 
ionischen Pilastern aussen. Darauf an den Seiten-Abtheilungen Brüstungen und 
recht hübsche Figuren zweier stehender Engelsknaben mit Sinnbildern des Gesetzes 
und Glaubens. In der Mittel-Abtheilung steigen Pilaster und vertretende Säulen 
auf den unteren Säulen auf, aussen daneben geschnitzte Einfassungs-Bretter. Da-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.