Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Weimar: Amtsgerichtsbezirk Weimar
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2456047
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2457304
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GABERNDORF. 
Gnmmnons. 
Weimar. 
Wohnhaus von Herrn Jul. Schwimmer. Thorfahrt und Eingang daneben 
rundbogig. Letzterer mit gothischer Profilirung, auch noch von einem äusseren 
Schweifbogen: (1 umzogen. Zwischen den beiden Bögen sind 2 Tafeln einge- 
lassen, die eine mit:  GOTTES WORT BLEYBET EWIG, Kur- 
Schwertern und Rautenkranz, AGRICOLA und seinem Wappen, einer Pflugschaar; 
die andere Tafel mit: S .V.G.1705  Am grossen Thorbogen restaurirte Umschrift: 
Das Ilpov bar marp mofd): Iaffe mache in bev fairen, als man galtte 154-6 nad) 
Clpvifti gebvvt got fey ewig lob. 
[Krakendorfl Wüstung, 
S. 43.  Werneburg, S. 99.] 
südöstlich 
V01] 
Gaberndorf. 
Franko, 
Das 
Rote Buch, 
Gelmerode, 4,8 km südsüdwestlich von Weimar; 1301 und um 1381 Germen- 
rode, Germynrode, Filial von Legefeld.  Franko, Das Rote Buch, S. 37. 89.  Kron- 
f eld, Landeskunde II, S. 185.  Martin, in Thüring. Vereins-Zeitschr. N. F. V, S. 137 (um 1381). 
Kirche. Grundriss-Form:  Der Mittelbau, welcher den Thurm 
trägt, im Erdgeschoss jetzt Chor, 3,2 m lang, 3,5 m breit, ist der älteste Theil, 
vielleicht romanisch; ein kleines Fenster an seiner Nordseite, wenngleich im 
18. Jahrhundert gerundet und mit Abkantung proülirt, stammt noch von jenem 
Ursprungs-Bau. Der Osttheil, jetzt Sacristei, ist spätgothischer (als Chor-Erweiterung 
bestimmt gewesener) Bau, 4,4 m lang, 3,7 m breit, noch mit steinernem Tonnen- 
gewölbe; erhalten sind auch der Chorbogen und, wenn auch ohne Kämpfer-Gesims, 
seine Pfeiler, der spitzbogige, von starkem, wagerechtem Gesims überdeckte [des 
Schmuckes dazwischen beraubte] Sacramentschrein, vielleicht auch das an der Südseite 
befindliche, später veränderte Spitzbogen-Fenster mit gemeisseltem (Deutschordens-Tß) 
Kreuz über dem Bogen und die mittleren Thurmgeschosse mit Lichtspalt. Weitere 
Bauthätigkeit besonders 1717 (Jahreszahl aussen oben an der Nordseite zwischen 
dem 2. und 3. Fenster des Langhauses), von daher die flache Holzdecke des 
Chores, die Höherführung und Rundung des Triumphbogens unter Beseitigung 
seiner Pfeiler, das 10,5 m lange, 6,3 m breite Langhaus mit Holztonne, die 
schlichten Spitzbogen-Fenster (das westliche der Nordseite, sowie das östliche dieser 
Seite, dieses in moderner Ueberarbeitung, die drei der Südseite); zuletzt 1830 
(Jahreszahl über der Westthür), von daher die rechteckige Westthür, ebenso das 
rechteckige Fenster an der Ostseite und das rechteckige in der Mitte der Langhaus- 
Nordseite, das tlachbogige an der Chor-Südseite, schliesslich das oberste, viereckige, 
beschieferte Thurmgeschoss und der schlanke Achteck-Helm.  Hass, in Thüring 
Vereins-Zeitschr. VI, S. 224. 
Taufstein, mit Umschrift: DAVIT LANTMAN PAST. ANNO DNT 1573 
um den cylindrischen, oberen Theil des Beckens, dessen unterer im Aufriss schräg 
eingezogen, im Querschnitt achtseitig, aber mit abwechselnd langen und kurzen
        

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