Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Weimar: Amtsgerichtsbezirk Weimar
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2456047
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2459408
426 WEIMAR, Privatgebäude. Weimar. 226 
langgeschwänzten Vogel darüberj Schild (darin Wappen mit: P., Stern und Anker), 
darunter Anker; Ornament mit Vogel; Friedens-Sinnbilder (Buch, Fackel, Schelle" 
Gefässe, Kreuz) zusammengeordnet; oben zwischen den Fenstern Ornamente, am 
mittleren Pfeiler auch dazwischen ein Gesims, eine Mappe und Geldbeutel. 
Einzelheiten 
Wohnhäusern 
3115 
dem 
Jahrhundert 
Geleitstrasse Nr. 8, etwas zurücktretend, den Erben Pause, Besitzern der 
Zeitung "Deutschland", gehörig. Im Garten ein Pavillon (Abbild. s. vor.  
achtecldg, um 1750, im ersten Obergeschoss mit reizend decorirten Fenstern zwischen 
Pilastern (zum Theil mit Spiegeln), bezw. verzierten Nischen; alles weiss und hell- 
grün. Die Decke in der Mitte als Kuppel mit einer Fülle von auf das Zarteste und 
Flotteste gearbeiteten Roccoco-Ornamenten mit Figürchen (Knäbchen als Reprä- 
sentanten der vier Jahreszeiten), Vögeln, Masken, Blumen und Sehnörkeln, alles 
frei herausgearbeitet, weiss auf Blau, köstlich, leider 1891 im Verfall. 
Schlossgasse Nr. 6. Im Putz unter und zwischen den älteren Fenstern 
des ersten Obergeschosses schwach vertretende, zarte Muster von Bändern und 
Ranken, als Eisen-Nachahmung, um 1750.  Jacob strasse Nr. 10. Putz-Ver- 
zierungen unter den Brüstungen, um 1770. 
Markt Nr. 16, Gasthof zum Erbprinzen, um die Mitte des 17. Jahrhunderts 
herzogliches Lehn eines Hofrathes und noch später Freihaus. Vorderfront mo- 
dernisirt, aber die Front des Seitenflügels aus dem 18. Jahrhundert, datirt durch 
die eine Eingangs-Thür, welche, tlachbogig, das Monogramm:  ein Posthorn 
(Zeichen, dass früher hier die Posthalterei war) und; 17.57 im Schlussstein enthält; 
im Schlussstein der anderen Thür ein Wappen mit Greif; die Fenster in den Ge- 
schossen rechteckig, mit verkröpften Ecken und Scheiteln. Innen einige Decken 
mit etwas Stuckirung. 
Hausthüren aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, in verschiedenen Ab- 
weichungen einer üblichen Hauptform. Eine der reicheren, auch am besten erhaltenen, 
ist die des Hauses J acobstrasse Nr. 18. Dadurch, dass ihr Gebälk unten gerade, 
oben von beiden Seiten S-förmig geschweift ist, entsteht Platz im Fries für die 
ziemlich grosse, etwas überstehende Cartouche (mit: J. (J  S. 1753). Durch die 
wiederum stärker von den Ecken aus ansteigenden S-förmigen Schweiflinien des 
obersten Gesirnsgliedes gewann der Architekt noch eine Art Giebel, in dessen Feld 
er eine Krone und Muschelwerk über der erwähnten Cartouche anbringen konnte. 
An dieser Thür ist auch das Holzwerk, mit Flügeln und mehrfach geschweiftem Sturz, 
sowie das eiserne Oberlichtgitter trefflich erhalten.  Gerbergasse Nr. 13, 
Hausthür ähnlich, einfacher (neues Oberlichtgitter), aber datirt (Spiegelschrift): 
J.S.G.  1760 in Giebelfeld und Schlussstein.  Marktstrasse Nr. 9, siehe 
oben S. 422.  Marktstrasse Nr. 2, Eckhaus. Hausthür um 1730, mit Sturz: 
Jy, profdirt; eisernes, hübsches Oberlichtgitter; erstes Obergeschoss auf Flach- 
bogen-Fries vorgekragt; geputzt, wohl Holz-Oberbau; an der Kaufstrassen-Front 
auch noch das zweite und dritte Obergeschoss vorgekragt, doch alles verputzt.  
Kaufstrasse Nr. 6. Hausthür um 1730, mit steinerner Einfassung, ähnlich den 
vorgenannten, und mit Schlussstein; Oberlichtgitter desgL, mit: J. F. G.  J aß ob-
        

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