Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Weimar: Amtsgerichtsbezirk Weimar
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2456047
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2459378
223 
Weimar. 
WEIMAR, Privatgebäude. 423 
Einzelheiten 
Wohnhäusern aus 
hundert. 
dem 
und 
Jahr 
Kaufstrasse Nr. 3. Im ersten Obergeschoss (Wohnung des Herrn Friseur 
Herda) toscanische Mittelsaule zwischen den beiden Fenstern des Wohnzimmers, 
mit: 1:733  doch stammt die Säule, den Profilen und Beschlag-Ornamenten 
des Postamentes und Schaftes zufolge, noch aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. 
Sächsischer Hof, früher Schwarzburger Hof genannt (die Grafen von 
Schwarzburg hatten 1469 den Hof käuflich an sich gebracht; Burkhardt, Urkunden- 
buch v. Arnstadt, Nr. 888), gehörte 1569 Herrn von Bünau, seit 1809 Hotel de Saxe, 
Eckhaus. Die Fenster meist von einem Bau um 1580, profilirt, die nach der 
Behrendsgasse mit! (bescheidenen) wechselvollen Formen an den Stellen, wo die 
Profil-Linien durch Dreieck-Abschrägung in das untere, glatte Stück des Gewandes 
übergehen.  An der abgestumpften Spitze zum Herderplatz eine Eingangs-Thür 
um 1620, rechteckig, von Pilastern eingefasst, mit Gebälk und Dreieck-Giebel; 
saubere Arbeit.  An der Rittergassen-Seite der eine Theil, von Sophie von Gries- 
heim erbaut, im Winkel vortretend; dies der Einfahrt wegen, deren flachbogiges 
Thor im Schlussstein eine Cartouche mit den Wappen von Griesheim und Brand, 
und: S.E. V.G. G. V.B. (Sophie Elisabeth von Griesheim, geborene von Brand) 
14.17.56 trägt. 
Burkhardt, Der Sächs. Hof, in Zeitung Deutschland 1889, Nr. 259.  Burkhardt, schriftl. 
Mitth. über die Inschr. von 1'756 u. S. v. Griesheim als Erbauerin (nach Staatsarch).  Gräbner, 
S. '76.  Schüll, S. 30 mit Hinweis auf Wolf, Stadtplan (in Braun u. Hoghenberg 1593).  
Stückrath, Photogr. nach älterem Stich. 
Marktstrasse Nr. 10. Ueber der Hausthür ein weimarisches Wappen, 
schön gearbeitet, mit Helmen und Laubwerk, darüber Spruchband: ICH YERTRAV 
 (Johann Wilhelm Herzog zu) SACHSSEN  1557. 
Aus dieser Zeit die Zwisehengesimse und die proiilirten Rechteck-Fenster. Im Flur 
unten Kreuzgewölbe. 
Geleitstrasse, Ecke Scherfgasse, das ehemalige Geleitshaus (wo be- 
waffnete Begleitung für die Reisenden auf der frankfurt-leipziger Strasse gestellt 
wurde und die Erhebung der Abgaben für die Begleitung und von den Transporten 
erfolgte), später der Familie Grafen von Marschall gehörig. An der Geleit- 
strassen-Front eine Tafel mit: ANNO D0. 1574, an der Scherfgassen-Front eine 
Rundbogen-Thür aus jener Zeit mit Sitzconsolen; Fenster nach beiden Fronten alt. 
 Schöll, S. '77. 78. 
(Das 
Lützelburgfsche 
Haus, 
jetzt 
Staatsanwaltschaftsgebäude, 
dieses.) 
Markt strasse Nr. 20; aus dem Ende des 16. Jahrhunderts sind die rundbogige 
Hausthür mit profilirter Archivolte, Nischen-Pfeilern und Sitzconsolen, die Fenster 
des Erdgeschosses und ersten Obergeschosses und die beiden Brüstungsgesimse 
derselben erhalten.  K auf strasse Nr. 18; Rundbogen-Thür erhalten [nur die 
Thürpfeiler wegen Strassen-Erhöhung im unteren Theil beseitigt] und Fenster.  
Ritter gasse Nr. 5; Rundbogen-Thür, mit Diamantquadern und Zahnschnitten 
in der Archivolte, unten geglättet; Fenster alt. Nach dem Hofe springt ein runder 
Treppenthurin vor.  Rittergasse Nr. 7 ähnlicher Treppeuthurm nach dem Hof
        

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