Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Weimar: Amtsgerichtsbezirke Blankenhain und Ilmenau
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2454025
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2455247
KIEOHREMDA. 
Blankenhain. 
erhalten) und Johannes der Täufer mit dem Lamm; rechts von der Kanzel der linke 
Flügel, darin Margaretha mit dem Drachen, Elisabeth mit Kanne und Brotteller, 
Barbara mit Kelch. Die in Farben, Vergoldungen und Attributen verhältnissmässig 
gut erhaltenen Figuren sind einfach tüchtig geschnitzt, die Frauen etwas conventionell, 
die Männer charaktervoller, am besten die drei männlichen Heiligen links von der 
Kanzel. Uebrigens kann man verschiedene Künstler unterscheiden. So ist die Maria 
der mittelfrankischen Schule am verwandtesten, die Dorothea der nordthüringischen, 
Elisabeth der saalfelder. Das Gleiche gilt von den Faltenwürfen. Die Hinter- 
gründe der Schreine sind in neuerer Zeit grellblau übermalt, die die Ueberhöhung 
des Mittelstückes deckenden Aufsatz-Bretter der Seitenflügel haben statt der einstigen, 
gemalten Prophetenbilder blaue Kreise mit goldenen Füllungsmustern erhalten. Die 
Aussenseiten der Flügel sind mit Gemälden der Verkündigung und Geburt, die 
(Christi 
Maria 
ehemaligen Altarwerk zu Kirchremda. 
einem 
Gebufc) von 
Aufsatz-Bretter mit singenden Engeln (Gloria in excelsis) und einer anderen Dar- 
stellung bemalt, doch diese Bilder kaum zu sehen, da sie zum Theil von dem die 
Kanzel rückwärts haltenden Brettergerüst verdeckt, beschädigt, in den Farben einge- 
schlagen und voller Kalkilecke sind. Doch verrathen sie gute, nürnberger Schule (so 
ist besonders der Joseph auf dem Bilde der Geburt eine Wohlgemuthsche Figur) in 
Composition und Stellung, conventionelle Art in Gesichtern und Gewändern. Von dem 
zweiten Altarwerk sind die einzelnen Figuren benutzt, welche kleiner und weniger 
bedeutend sind. An den B'lächen der Kanzel selbst sind die an Attributen erkennbaren 
Heiligen Barbara, Margaretha befestigt; zu den Seiten des unteren Durchganges hat 
man jedesmal oben eine ganz einfache, rundbogige und unten eine rechteckige Nische 
gezimmert und grellblau angestrichen. In diese hinein ist links oben (wohl von der 
ehemaligen Staiiel) eine auf dem Bett liegende Maria gesetzt, welche das [jetzt
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.