Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Weimar: Amtsgerichtsbezirke Blankenhain und Ilmenau
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2454025
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2455064
118 Bucmunr. Dmnswnnr. Blankenhain. 24 
 
Auf dem Adlersberg, 3 km südwestlich von Buchfart (1 km östlich oberhalb von 
Berka) Aussichtspavillon, darin, bezw. daran 2 Säulencapitelle am Fussboden 
aufgestellt [von dem Jagdhaus des Herzogs Ernst August bei Blankenhain] (in den 
Mittelschildern:  korinthisch, gross, recht gut ausgeführt gewesen, verwittert. 
Sandstein. 
Dienstedt, 14,9 (14) km westsüdwestlich von Blankenhain; gehörte im vorigen 
Jahrhundert zugleich zu Weimar, Blankenhain und Schwarzburg-Rudolstadt, wohl das 
Denstete minor im erfurter Augustiner-Einsiedler-Verzeichniss (Martin, in Thüring. 
Vereins-Zeitschr. 1886 (N. F. V), S. 133) kam 1811, bezw. 1815 von Schwarzburg-Sonders- 
hausen bezw. Kursachsen an Weimar.  Histoxz-geogr. Beschr. d. herzogl. sächs. Lande 1796, 
S. 106.  Kronfeld, Landesk. II, S. 56.  Stark, in Thüring. Vereins-Zeitschr. II, S. 155 
über Siegel. 
Kirche. Grundriss-Form: I. Chor und Langhaus sind zusammen 
21,3 m langääß-m breit, der Westthurm im Erdgeschoss 4,8 m lang, 5,1 m breit. 
Dieser ist romanisch. In seinem Erdgeschoss ein rippenloses Kreuzgewölbe, an der 
Südseite ein später rechteckig vergrössertes Fenster, an der Westseite die Spur einer 
ehemaligen Triumphbogen-Oeffnung [zu dem einst hier westlich angebauten Raum]; 
im Mittelgeschoss an den drei freien Seiten gepaarte, ungewöhnlich grosse, jetzt ver- 
mauerte Rundbogen-Fenster, darüber kleine Schlitze; im obersten Geschoss ist die 
Südwand in ihrem mittleren Stück auf vier Consolen um einige Decimeter verstärkt, 
eine Vorkragung, die sich eher als Rest einer Construction, den Thurm vertheidigungs- 
massig zu gestalten, erklärt, als aus künstlerisch kirchlichen Gründen. Wohl 1605 
wurde die Flachbogen-Thür an der Thurm-Westseite (Jahreszahl an derselben) an- 
gelegt und [an Stelle des früheren Westbaues und vermuthlich auch einer Ost- 
Apsis] östlich an den Thurm das jetzige Langhaus mit Chorschluss gebaut, 1736 
(Jahreszahl über der Innenthür) wiederhergestellt; dasselbe bietet mit seinen recht- 
eckigen Fenster- und Thür-Oeifnungen und der im Querschnitt: A construirten 
Holzdecke nichts Bemerkenswerthes. Die letzte Reparatur fand 1886 statt, wobei 
der Thurm zur Verspannung aussen zahlreiche, eiserne Stangen mit gusseisernen 
Rosetten bekam, deren Sicherheit (bei den zu dünnen Schrauben) zweifelhaft, deren 
Unschönheit sicher ist. Geschmackvoll dagegen ist der achteckige Thurmhelm mit 
Dach-Erkern an den Seitenflächen. 
Taufstein, aus dem 18. Jahrhundert, Fuss und 
riss geschweift, in der oberen Ansicht von der Form: 
ein Holzdeckel aus neuerer Zeit. 
Schaft 
rund, Becken 
 Sandstein. 
im Auf- 
Darauf 
Kanzelbau, hinter dem Altar, aus dem 18. Jahrhundert. Hohe, gepaarte, 
korinthische Pilaster und durchbroehene Einfassungs-Bretter; in der Mitte die im 
Grundriss: U vertretende Kanzel mit Fruchtbündeln an den seitlichen, einer Cartouche 
an der vorderen Fläche. Auf dem Gebälk der Pilaster, in dessen Mitte der Schall-
        

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