Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Weimar: Amtsgerichtsbezirke Grossrudestedt und Vieselbach
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2452210
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2453697
Vieselbach. 
Knuwtvmcn. 
 
 
Klettbach, 12,3 (9112) km südlich von Vieselbach; 12.70 Kletkebech (falsch 11), um 
1381 Kletebeche, 1501 Klettebich, gehörte zum Amt Tonndorf und war mit diesem 
als mainzer Lehen im Besitz von Erfurti Mit dem Amte ging es 1592 in den Besitz 
Herzog Wilhelnfs von Sachsen-Weimar über".  Kronfeld, Landeskunde II, S. 116i  
Martin, in Thüring. Vereins-Zeitschr. 1886, S. 133.  Rein, Thuriugia sacra II.  v. Tettau, in 
Erfurter Gesch-Ven-Mitth. XIII, S. 42. 253.  Werneburg, in Erfurter Akad. Jahrb. 1884, S. 67. 
Kirche. Der 5,4 m lange und 4,4 m breite Chor, welcher den Thurm tragt, 
zeigt im Erdgeschoss an der Ostseite noch als einzigen Rest eines gothischen Baues 
eine spitzbogige Sacramentnische. Im Uebrigen stammen von 1724 (Inschrift-Tafel 
aussen an der Nordmauer, nahe der Westecke) das 16,2 m lange, 8,9 m breite Lang- 
haus, die Holztonnen und regelmassigen, rechteckigen Fenster und Thüren; auf dem 
Thurm die Schweifkuppel mit Tabernakel-Aufsatz und Kuppel. 
Orgel, aus dem 18. Jahrhundert, mit Schnitzerei. 
Sacristeiwand hinter dem Altar, welche unten den Osttheil des Chores ab- 
trennt, von Holz, einfach, doch mit einer oberen, durchbrochen geschnittenen Be- 
krönung, auf der die Gallerie einer Ostempore ruht. Mit dieser Oonstruction zu- 
sammenhangend, etwas abweichend vom Ueblichen, ist der Kanzelbau hinter dem 
Altar so angeordnet, dass er vor dieser Empore auf der Sacristeiwand liegt, mit ihr 
durch eine Brücke verbunden, unten also auf zwei freistehenden Pfosten steht, deren 
Flachbogen den unteren Durchgang bildet. Darauf ruhen zwei gewundene, trauben- 
umrankte, korinthische Säulen, ausserhalb deren noch Wandstreifen mit Fruchtbündeln 
und weiter aussen durchbrochen geschnitzte Einfassungs-Bretter auf seitlichen aus- 
ladenden Consolen ruhen. Zwischen den Säulen die Kanzel, im Grundriss: L), auf 
korinthischen Säulen, deren Schafte ganz künstlich als zwei freigearbeitete, einen 
Mittelstab spiralisch umwindende Taue geschnitzt sind; darüber der rechteckige, durch 
eingelegtes Schnitzwerk flachbogige, obere Eingang. Gebälk mit vortretendem Schall- 
deckel, oben Christus zwischen Engelknaben, dahinter Bogengiebel, vom Namenszng 
des Herzogs unter der Krone und Glorie unterbrochen. Holz, weiss mit etwas Hell- 
grün und Gelb. 
Kelch, von kräftiger, gut gothischer Gestalt des 15. Jahrhunderts. Fuss in 
Sechspass-Form: E3, mit Randmuster von geschlagenen Vierpassen: 83; auf zwei 
Feldern aufgelegt das Cruciüx und Maria mit dem Kind, sehr klein. Am Knauf treten 
Würfel kräftig und durch Kehlen und Kanten noch in der Wirkung gemehrt, vor, 
mit: ityefvf; dazwischen blinde, aber stark vertiefte, einfach gute Maasswerke. Am 
sechseckigen Schaft über und unter dem Knauf : ibefvf und: mavia. Kuppe noch 
mit geringster Schweifung, in gothischem Zug. Silber, vergoldet, 171], cm hoch. 
Glocken. 1) 1843.  2) 1843.  3) 1854.  4) oben im Tabernakel-Auf- 
satz, unzugänglich, aber nach einer Inschrift in der Uhr 1596 von Melch. Möringk. 
[Hesselhorm um 1381 
Nähe.  Kronfeld, S. 117.  
Heselborn, Wetterode, 
 Martin, s. 133.] 
untergegangene 
Dörfer 
in 
der
        

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