Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Weimar: Amtsgerichtsbezirke Grossrudestedt und Vieselbach
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2452210
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2452934
     
Der 
Amtsgeriehtsbezirk 
Grossrudestedt. 
E  3,1l, er Amtsgerichtsbezirk Grossrudestedt liegt im nordwestlichen Theil des 
. weimarischen Kreises (I. Verwaltungsbezirkes) und grenzt im Osten und 
 Süden an die weimarischen Amtsgerichtsbezirke Buttstadt. Weimar und 
 Vieselbach, im Westen und Norden an preussisches Gebiet. Der jetzige 
Bezirk setzt sich aus Ortschaften der früheren Vogtei Schwansee, dem Amte Ring- 
leben, der Vogtei Brembach und den 1815 an das Grossherzogthum gefallenen Orten 
Kleinbremhach und Stotternheim zusammen. Ein grosser Theil der Ortschaften gehörte 
in frühester Zeit" zur Grafschaft an der schmalen Gera, welche lange Zeit ein streitiger 
Punkt zwischen Erfurt und den Landgrafen von Thüringen war, nachdem von Albrecht 
dem Entarteten diese Grafschaft 1270 an Erfurt wiederverkäuflich abgetreten und 
von seinen Nachfolgern die Bück-Erwerbung vergeblich angestrebt wurde, bis endlich 
1535 Kurfürst Johann Friedrich das Dorf Grossrudestedt gewaltsam in Besitz nahm 
und lange Zeit wenn auch in bestrittenem Besitz desselben blieb. Das Amt Ringleben 
mit den Orten Ringleben, Mittelhausen und Riethnordhausen war bereits ernestinisches 
Eigenthum. Das Gebiet gehörte zu den dem Kurfürsten 1547 gebliebenen Landen und 
zwar zu Weimar, kam also bei der Theilung 1572 an Johann Wilhelm, dann an dessen 
Sohn Johann, dann an dessen Sohn Wilhelm IV. Nach dessen Tode 1662 theilten die 
Söhne; die Vogtei Schwansee kam mit 4 Dörfern der Vogtei Brembach an Johann 
Georg d. Aelt., Herzog von Sachsen-Marksuhl; da dieser 1672 Schloss, Stadt und 
Amt Eisenach nebst dem Amte Ringleben erhielt, verlegte er als Herzog von Sachsen- 
Eisenach nunmehr seine Residenz nach Eisenach. Er vereinigte das Amt Ringleben (mit 
Mittelhausen, Ringleben und Bachstedt) mit der Vogtei Schwansee, welche die Orte 
Grossmölsen, Grossrudestedt, Kleinrudestedt und Schwansee enthielt, und mit den 
brembacher Dörfern: Vogelsberg, Sprötau, Vippachedelhausen und halb Kleinbrembach. 
Der Sitz des Amtes wurde von Ringleben, wo der Gerichtsbeamte den Titel eines 
„gesammten und sonderbaren Amtmanns" des Amtes Ringleben geführt hatte, nach 
Grossrudestedt verlegt. Als 1741 das Fürstenthum Eisenach an Herzog Ernst August 
von Weimar fiel, blieb das Amt Grossrudestedt hinsichtlich der Extraordinar-Steuern 
dem Fürstenthum Eisenach einverleibt und wurde unter der folgenden obervormund- 
Bau- und Kunstdenkm. Thüringens. S-llieimar-Eisenach I. 1
        

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