Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach: Verwaltungsbezirk Weimar: Amtsgerichtsbezirke Grossrudestedt und Vieselbach
Person:
Lehfeldt, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2452210
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2453957
Vieselbach. 
Vmsmnmcn, Kirche, Burg, Amtsgericht. 
Wumcnnn. 
G-VSTI AN. HAVT SAEVA JESV FIDENTES MORTE NECANTVR  MEM  AET. cmrss  FILIOLI 
MOESTISS  PATER M.OASP.BERL1SAEVS HVIVS LOCI PASTOR POSVIT. (Unter diesem 
Stein liegen die Gebeine Jacobs, welcher 11 Wochen lebte; er starb am 26. Juli des 
Jahres 1621, wie das Chronogramm, das in deutscher Uebersetzung lautet: Nicht in 
wildem Tod hinsterben, die Jesu vertrauen, anzeigt. Dann: zum Gedachtniss des Lebens 
hat dies des theuersten Söhnchens betrübtester Vater Magister Caspar Berlisaus, dieses 
Ortes Pfarrer, gesetzt.) Darüber steht die Relief-Figur des Kindes mit vor der Brust 
gefalteten Händen, in einer Bogen  -Blende mit der Umschrift aus Oüenb. Joh. 14, 
13: Beati mortui etc. 
Kelch, spatgothisch, um 1510, reich und kräftig. Fuss in Sechspass-Form: (B, 
mit Blendsteg-Muster am Rand; auf den Passfeldern gravirte, verschiedene Maass- 
werke freier Art (schon Band-Durchschlingungen) und ein aufgelegtes, hübsches 
Crucifix. Am Knauf Würfel mit: IHESVS (Gold in schwarzem Schmelz), dazwischen 
stark vortretende Eier mit gravirten Maasswerken, wie am Fuss. Schaft über und 
unter dem Knauf eckig, mit: MARIA, bezw. ANNA (ebenfalls in schwarzem Schmelz). 
Kuppe im unteren Theil mit einem durchbrochenen, sehr zierlichen Muster von 
Ranken, die in Kantenblumen enden, belegt. Silber, vergoldet, 201], cm hoch. 
Hostienbüchse, von: J. Uhr. Rodstet und Margaßz, geb. Jünge 1738, einfach 
oval. Silber. 
Glocken. 1) Qlnno bni vcppn (1522); confolov viva fleo movwa pello 
nociva in zum Theil falschen Buchstaben; Reliefs der Verkündigung und Anbetung. 
105 cm Durchmesser.  2) 1683 von Jac. Pappe in Erfurt, mit Reliefs des David 
mit der Harfe und des Simson mit dem Löwen. 
[B ll rg, südlich vom Ort auf einem Berge. Spuren tiefer Graben. Die Burg 
wird im Anfang des 13. Jahrhunderts zuerst genannt, dürfte also damals von Graf 
Heinrich von Gleichen gebaut worden sein. 1234 wurde die Burg von den Erfurtern 
und Heinrich Raspe erobert und zerstört.] Von Oarl August wurde ein Theil des 
Burgberges abgetragen und dann auf demselben ein einfaches Jagdschloss gebaut, 
in welches 1819 das Justiz amt, jetzt Amtsgericht untergebracht wurde.  
Kronfeld 11,123. 
Wallichen, 1,9 (1) km nördlich von Vieselbach; (1143 Walren 9 s ehultes, Direct. 
diplom. II), 1241 Waldege. Die Hoheit gehörte, jedenfalls wohl seit dem 14. Jahr- 
hundert den Landgrafen, das Dorf früher zu Amt Weimar. Den Besitz hatten vorher 
die Besitzer der beiden Rittergüter. Das eine derselben ward 1265 von einem 
Schenken von Apolda an Kloster Pforta verkauft, kam so 1531 mit dem Kloster- 
besitz an den Kurfürsten und ward von ihm an J. Rietesel in Neumark gegeben, von 
1536-1544 sequestrirt, 1544 vom Kurfürsten nebst der Gerichtsbarkeit über den 
ganzen Ort an G. von Volkstedt verkauft, kam später an die Familie von Harras, 
der es 1633 gehörte.  Kronfeld, Landeskunde II, S. 124.  Werneburg, in Erfurter 
Akad. J ahrb. 1882, S. 22. 
7 v?
        

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