Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kupferschmiederei einst und jetzt
Person:
Meyer, Ludwig Verein Deutscher Kupferschmiedereien
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2442830
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2444054
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vorarbeiten mußte, stehen nach Einführung der Wasserhämmer im 14. ]ahr- 
hundert und nach Einführung der Walzwerksbetriebe im 19. ]ahrhundert 
Metallbleche jeder brauchbaren Abmessung zur 
Verfügung. Daneben können wir uns noch in 
  bezug auf Werkzeuge usw. derjenigen Hülfsmittel 
  bedienen, welche in der allgemeinen Metallver- 
     arbeitung mit Nutzen gebräuchlich sind, wie z. B. 
    verbesserte Feuerungsanlagen, Hartlötung, 
  Schweißerei, Hebezeuge usw. 5B 
Außfüigßgngj;  Die folgenden Abbildungen sollen ohne Rücksicht 
Treingjiägsgif   auf die Art des zur Herstellung der betreffenden 
   Formen verwendeten Metalles den Stand der 
 Metallverarbeitung zu den verschiedenen 
Zeitpunkten an einigen charakteristischen Proben 
wiedergeben. E 
 "u? Die bei den Schliemannschen Ausgra- 
Figur 98. Bmnzener Panzer. bungen zu. tage geforderten und als Kupfer- 
na1ien_ Römische Kaiserzeit. gefaße bezeichneten Stücke gehoren zu den al- 
KönigLAntiquarium in München. testen ihrer Art. Die flache Schüssel, Figur 93, 
dürfte weniger dem Hausgebrauch gedient haben, 
was aus dem in der Mitte befindlichen halbkugelförmigen Buckel ge- 
schlossen werden kann. Dies Stück ist durch Treibarbeit und wahrscheinlich, 
     soweit es sich bei dem jetzigen Zustande fest- 
 stellen läßt, aus dem Ganzen hergestellt. An dieser 
   nur 0,5 m Durchmesser haltenden und ca. 0,043 m 
 hohen Sönüssel sind Verbindungen, wie Nietnähte, 
    Falze, Hlfhi erkennbar. Bezüglich des verwendeten 
 Materials  ob Kupfer oder Bronze  herrschen 
   Zweifel. Eine ähnliche Technik zeigt eine der 
    älteren Bronzezeit, der sogenannten 3. Montelius- 
  '  periode, etwa 1400-1200 v. Chr., entstammende, 
   in Hitzacker, Kreis Dannenberg, gefundene Scha- 
    le, Figur 94. Die geschweifte Form der letzteren 
 in dünnwandigem Blech mit aufgenietetem, nach 
Figur 99. Bronzene Urne innen tretendem, gegossenem Henkel läßt den 
mit Riffeluns- Westersode, Gedanken an eine Gußarbeit zurüdctreten. Das 
 1 Igirfiss Näfiällfhujnägg- (ilstethr Fehlen jedes Ornamentes, auch am Henkel, 
Pgovinziämwuseum, Hannoven bestatigt das hohe Alter des Fundes aus Nord- 
germanien. Es 
Reich an Ornamentik und technisch vervollkommnet sind dagegen Bronze- 
treibstücke der Hallstattperiode, etwa 1000-500 v. Chr. Die Reich- 
haltigkeit dieser zahlreichen, am gleidwen Orte  am Hallstätter Salzberge im 
Salzkammergut  gefundenen Stücke gewährt wichtige Rückschlüsse auf den
        

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