Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kupferschmiederei einst und jetzt
Person:
Meyer, Ludwig Verein Deutscher Kupferschmiedereien
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2442830
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2444698
läz. 
]ahresabschluß einer Kupferschmiederei. 
Soll.  Haben. 
1913. Dez. 31.  Mk.  1913. Dez.'31.  Mk. 
Bestand an Werkzeug und  Geschäftsgläubiger    1054828 
Werkzeugmaschinen    3176.88 1 Betriebskapital      28 735.93 
Büro- und Lagereinrichtung 665.50  
Rohstoffen        16777.85  
Fertigfabrikaten      1416.06 
Halbfertigfabrikaten     2400.00  f 
Außenständen      1275740  
Cassa         351.60  
Bankguthaben      1738.92  
        
Etwas günstiger, aber nicht die Höhe der Rentabilität gleichartiger Werke 
anderer Berufsarten erreichend, gestaltet sich der Abschluß eines großen 
Unternehmens unserer Branche, welches gleichzeitig einen Handels- 
artikel erzeugt und damit den Durchschnitt verbessert. Die Uebersicht erstreckt 
sich auf einen Zeitraum von 13 ]ahren in den wechselnden Zeiten ab- und 
zunehmender Konjunktur und zeigt die Beziehungen zwischen Erträgnis, 
Unkosten, Kapital und Umsatz. läl 
Aus den Verhältniszahlen nebenstehender Tabelle ist ohne weiteres die außer- 
ordentliche I-Iöhe der Kosten oder auch Unkosten der Unternehmung genau 
zu ersehen, welche im Durchschnitt von 13 ]ahren auf den Betriebs-Umsatz 
berechnet 8,37 Prozent, auf den Bruttogewinn von 10 Ertrags-"lahren bezogen 
210,7 Prozent beträgt. Unter Bruttogewinn ist hier der zur Verteilung an 
Bezugsberechtigte als Dividende und Tantieme gelangende Gewinn, zuzüglich 
Vortrag und Extraabschreibungen, verstanden. Auffallend hoch ist audw das 
Verhältnis der öffentlichen sozialen Lasten zum Umsatz mit 0,923 Prozent und 
zum Reingewinn  verteilte Dividende  mit 31,24 Prozent. Der Posten 
kennzeichnet die Belastung der Industrie im besonderen Maße und zeigt 
gleichzeitig, in welchem Verhältnis der erzielte Reingewinn von diesen Lasten 
zu fast V3  auf den Umsatz bezogen  aufgezehrt wird. Et 
Der erzielte Durchschnittsreingewinn mit 4,26-Prozent des Unternehmungs- 
kapitals  Grundkapital zuzüglich Reserven  und mit 6,46 Prozent vom 
Grundkapital steht unter dem Durchschnitt der Ergebnisse gleicher oder 
verwandter Berufszweige. Die Statistik des Deutschen Reiches 1913, 
Ergänzungsheft II zu den Vierteliahrsheften gibt für das dividenden- 
berechtigte Aktien-Kapital  im Sinne vorstehender Ausführungen mit Grund- 
kapital gleidibedeutend  für die deutschen Aktien-Gesellschaften der Metall- 
verarbeitung 8,46 Prozent, für den Maschinen- und Apparatebau mit 9,25 Prozent 
für 1913 an.  Das Beispiel der Großbetriebe bleibt hinter diesen Ziffern
        

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