Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Julius Oldach
Person:
Lichtwark, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2430811
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2432361
Hamburg 
1828- 
4829 
127 
halb unbewusstem Trieb, das geliebte schwächliche 
Geschöpf zu schützen, seine Hand ergriifen. 
Vor zehn Jahren wäre dies innige kleine Bild 
manchem noch nicht so geniessbar erschienen wie 
heute. Und wer, vom Vorurteil einer koloristischen 
Richtung befangen, davortritt, wird auch jetzt noch 
nach einem flüchtigen Blick sich mit dem Ein- 
druck abwenden, dass dies altmodische Produkt 
der Biedermaierzeit die Forderungen nicht erfüllt, 
die an ein Kunstwerk der moderne Geschmack 
stellt. Fragt man jedoch, wie viel echte Empfindung 
und wie viel Andacht und Liebe dazu gehört hat, 
dies unscheinbare Bild zu schaffen, so wird die 
Antwort anders lauten. 
Der letzten Hamburger Zeit gehört auch ein 
kleines Prolilbildnis des Bildhauers Otto Sigismund 
Runges an, des Sohnes von Philipp Otto Runge. 
Das Original besitzt der Künstlerverein. Es ist 
ein sehr durchgearbeitetes Werk, das an Holbeins 
und Dürers Vorbild gemahnt. Namentlich die Mund- 
partie erinnert lebhaft an Dürers Art. Die Farbe 
ist sehr stark. Mit dem dunklen üppigen Haar und 
dem schwarzen Rock kontrastieren die frische Haut- 
farbe und das rote Halstuch, neben dem ein weisser 
Fleck Wäsche sichtbar wird.
        

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