Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Steine von Venedig
Person:
Ruskin, John Jahn, Hedwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2399635
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2401762
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rippe eines Spitzbogens mit loser Belastung darüber sein; 
angenommen, man findet das Gerippe nicht genügend stark 
und die Last zu drückend für die Spitze des Bogens, so dass 
sie ihn eindrücken könnte, dann geht man daran, das Ge- 
rippe zu verstärken, aber braucht man es gleichmäßig zu 
verstärken? Gewiss nicht; damit würde man nur seine 
guten Voussoirs verschwenden. Wenn man etwas gesunden 
Menschenverstand hat, wird man es am oberen Ende ver- 
stärken, wo ein Megatheriumschädel zu demselben Zwecke 
verstärkt ist (und einige menschliche auch, wie ich mir ein- 
bilde), wie bei b. Die Kieselsteine und der Kies darüber 
werden nun rechts und links davon abprallen, wie die 
Kugeln von einem Kürassierharnisch und keine Gelegenheit 
haben, es zu durchschlagen. 
Wenn es noch nicht stark genug ist, kann eine weitere 
l-linzufügung stattfinden wie bei c, wo die Voussoirs nun 
auch an der Basis etwas verstärkt werden. Aber da dies 
den Bogen vielleicht ungebührlich hoch wölben, oder eine 
Verschwendung von Voussoirs an der Spitze herbeiführen 
würde, können wir ein anderes Hilfsmittel anwenden. 
S 4. Ich denke mir, den Leser wird sein gesunder Men- 
schenverstand, wenn nicht seine vorher erworbene Kenntnis, 
begreifen lassen, dass der Bogen a, Tafel 3, wenn er auf 
der Höhe einbricht, an den Seiten ausbrechen muss. Man 
stelle zwei Stücke Pappe mit den Rändern gegeneinander 
und drücke sie mit der Hand nieder, dann wird man sehen, 
dass sie nach den Seiten ausbiegen. Wenn man daher den 
Bogen verhindert, an den Punkten p, p auszuweichen, dann 
kann er sich an der Spitze nicht krümmen, mag man eine 
noch so große Last darauf legen, ausgenommen, wenn die 
Steine direkt zu Trümmern zermalmt werden. 
5 5. Man kann nun den Bogen verhindern, bei p auszu- 
weichen, indem man ihn bei p beschwert, größere Last auf 
ihn und gegen diesen Punkt legt, und dies ist die Art, die 
man in der Praxis gewöhnlich anwendet. Aber wir nehmen 
gegenwärtig an, dass die obere Last aus Sand oder Wasser 
besteht und daher nicht regiert und nach gewünschten 
Punkten hingeleitet werden kann; und in der Praxis kann
        

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