Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Vorträge über Kunst
Person:
Ruskin, John Schölermann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2392184
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2394474
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zeichnet, 
wie 
man 
ihn 
sieht 
im 
rechten 
Winkel zu der Richtung des auf ihn 
einfallenden Lichtstrahls. Dies ist die 
übliche akademische Art, die Formen zu stu- 
dieren. Lionardo pflegt selten anders zu zeich- 
nen, obwohl er manche andere Methode in 
seiner Abhandlung angiebt. 
168. Die Wichtigkeit anatomischer Kenntnisse 
für die Maler des sechzehnten Jahrhunderts 
machte 
diese 
Art 
des 
Studiums 
sehr 
beliebt 
unter ihnen; sie beherrschte fast völlig ihre 
Schulen für den Kupferstich und Holzschnitt 
und ist seitdem zu dem gebräuchlichsten System 
des Zeichenunterrichts in Kunstschulen ge- 
worden, unter unnötigem Ausschluss aller 
übrigen. Wenn Sie nun Gegenstände in dieser 
Art studieren  und es wird gut sein, dies 
thun  
Prinzip 
oft, wenn auch nicht ausschließlich, zu 
so halten Sie dabei stets an einem 
fest: 
Unterscheiden 
und 
trennen Sie 
fort 
entschlossen 
das 
Licht 
VOIl 
der 
Dunkelheit, so dass darüber durch 
Arbeit kein Zweifel herrschen kann. 
die ganze 
Trennen 
Sie eines vom andern, wie sie beim Monde, 
oder auf der Erde selbst, in Tag und Nacht 
getrennt sind. Dann stimmen Sie Ihre Lichter 
mit der größtmöglichsten Feinheit ab, lassen 
aber die Schatten in Ruhe bis gegen Ende der 
Zeichnung; dann setzen Sie schnell die nötigen
        

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