Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Kranz von Olivenzweigen
Person:
Ruskin, John Henschke, Anna
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2387231
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2388391
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Spiel ist für die kleinen Vögel unter den Staaten, 
und was die schwarzen Adler anbetrifft, so 
hegt ihr eine gewisse Scheu, nach ihnen zu 
zielen, wenn ich nicht irre. 
S61. Ich muss jedoch zu meinem Gegen- 
stand zurückkehren. Glaubt mir ohne weiteres 
Beispiel, dass ich euch zeigen könnte, wie 
Laster und Tugend einer Nation zu jeder Zeit 
in ihrer Kunst Ausdruck gefunden haben: die 
Wehrhaftigkeit Griechenlands im Altertum, die 
Sinnlichkeit Italiens in seiner späteren Zeit, 
die Visionäre Religion Toskanas, die wundervolle 
Bethätigung menschlicher Energie Venedigs. 
Ich habe heute Abend nicht Zeit, dies weiter 
zu verfolgen (ich habe den Gegenstand früher 
an anderem Orte behandelt), aber ich gehe 
dazu über, das Prinzip in noch eindringlicherer 
Weise auf uns selbst anzuwenden. 
Es fällt mir auf, dass unter all den neuen 
Gebäuden, die eure ehemals wilden Hügel 
bedecken, Kirchen und Schulen sich in an- 
gemessener Anzahl, d. h. in ziemlich hohem 
Verhältnis mit Fabrikgebäuden und Wohn- 
häusern mischen, und mir fällt ebenso sehr auf, 
dass die Kirchen und Schulen beinahe aus- 
nahmslos im gotischen Stile aufgeführt sind, 
die Wohnhäuser und Fabriken hingegen nie- 
mals. Darf ich fragen, was das bedeutet? 
Denn, beachtet wohl, die Erscheinung ist eine
        

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