Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die sieben Leuchter der Baukunst
Person:
Ruskin, John Schoelermann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2382630
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2384119
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einem feiner entwickelten Gefühl für Propor- 
tion entsprang, als es die frühen Steinarbeiter 
besaßen. Es offenbart sich zuerst in Grund- 
flächen zusammengesetzter Pfeiler oder Bogen- 
leisten, deren kleinere Schafte ursprünglich 
Basen hatten, die durch die Weiterführung der 
Basis der mittleren oder größeren Säulen, mit 
denen sie gruppiert waren, gebildet wurden; 
als aber das Auge des Architekten wählerischer 
wurde, fand man, dass die Größenverhältnisse, 
die für die Basis eines großen Schaftes richtig 
waren, für die eines kleineren unrichtig waren, 
und so erhielt jeder Schaft seine unabhängige 
Basis; erst gingen die kleineren einfach in die 
größeren über; als aber die senkrechten Durch- 
schnitte beider zusammengesetzter wurden, da 
wurden die Basen der kleineren Schafte als 
innerhalb der größeren liegend gedacht, und 
unter dieser Voraussetzung die Stellen, wo sie 
hervortreten könnten, mit der äußersten Fein- 
heit berechnet und mit größter Genauigkeit 
gemeißelt; so dass die zusammengesetzte Basis 
einer späten Säule, wie beispielsweise die im 
Kirchenschiff von Abbeville, genau so aussieht 
als 
ob 
ursprünglich 
alle 
ihre 
kleinen 
Schafte 
bis zum Boden herunter erst fertiggearbeitet 
waren, jeder mit seiner vollständigen und ent- 
wickelten Basis; und dann erst die umfassende 
Basis 
des Hauptpfeilers 
in 
Thon 
über 
sie
        

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