Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die sieben Leuchter der Baukunst
Person:
Ruskin, John Schoelermann, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2382630
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2383926
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fach weniger fein ist; ihrer Verehrungswürdig- 
keit, obwohl sie millionenfach weniger ver- 
ehrungswürdig ist  davon herrührt, dass wir 
die Arbeit des armen, plumpen, mühseligen 
Menschen vor uns haben! Ihre echte Genuss- 
Fähigkeit für uns hängt von der Nachprüfung 
jener Reihenfolge von Gedanken und Hoffnungen 
ab, von Fehlschlagen und herzbrechender Ver- 
zweiflung  von Wiederherstellung und Fröh- 
lichkeit im Erfolg: all das kann vom geübten 
Auge nachgewiesen und nachempfunden werden; 
aber selbst wenn es unsichtbar bleibt, wird 
es vorausgesetzt und geahnt; und es ist der 
Wert eines Dinges im Sinne der aufgewandten 
Kraft ebenso sehr, wie der Nutzwert desselben, 
den wir „kostbar" nennen. Der Wert eines 
Diamanten liegt zum Teil in dem Begriffe der 
Zeit, die es kostet, ihn zu finden, und der 
Wert eines Ornaments liegt auch in der Zeit, 
die nötig ist, um es zu schneidenf 
Fabrik-Ornament stellt einen Arbeitswert dar, 
den es nicht besitzt, und darum ist es eine 
Unverschämtheit, eine Pöbelhaftigkeit und eine 
Sünde. Nieder damit! Mahlt es zu Pulver 
und lasst seine Stelle lieber kahl an der Wand. 
Ihr habt nicht dafür bezahlt  mit eurem Sein 
 
" Wert ist hier im gewöhnlichen, ökonomischen 
Sinne als J-Ierstellungswert" gemeint, zum Unter- 
schied von Wert an sich.
        

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