Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Beziehungen festlicher Kampfspiele zur Kunst
Person:
March, Otto Akademie der Künste <Berlin>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2330973
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2331109
Hochgeehrte 
Festversammlungl 
Die Wiederkehr des Geburtstages unseres Allerhöchsten 
Herrn und Kaisers gibt uns abermals Veranlassung, mit 
dankbarer Freude auf ein Jahr blühender Entwicklung unseres 
Vaterlandes unter seiner vom Frieden gesegneten Regierung 
zurückzublicken. Schon öfter konnte an dieser Stelle der 
kraftvollen und fruchtbaren Anregungen des erlauchten 
Herrschers gedacht werden, wenn sich die Ausführungen der 
Festrede mit dem idealen Gebiet des Geisteslebens unseres 
Volkes, besonders im Rahmen der Kunst, beschäftigten. 
Heute soll uns die bei der Erziehung eines edlen 
Volkes zu erstrebende Harmonie geistiger und leiblicher 
Entwicklung als Voraussetzung höchster Kultur Gegenstand 
unserer Betrachtung sein. Staunenswert sind die Erfolge, 
die wir in den letzten Jahren den Naturwissenschaften in 
denErleichterungen unserer äußeren Lebensführung verdanken 
und überall macht sich das Streben erkennbar, sie künst- 
lerisch bei der Gestaltung unserer Umwelt, in der einzelnen 
Wohnung, in der Planung ganzer Ansiedlungen zu ver- 
Werten. Wir beobachten nun aber auch an allen Orten die 
bekundete Absicht, die einzelne Persönlichkeit in die ge- 
steigerte gemeinsame Pflege materieller und geistiger Werte 
einzubeziehen und durch die Eigenkultur mit der Freude 
am eigenen Dasein eine Sinnesfreudigkeit höherer Art zu 
gewinnen, die Voraussetzung jedes Kunstbedürfnisses und 
jedes Kunstschaffens ist. Das Bewußtsein körperlicher
        

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