Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Prangs Lehrgang für die künstlerische Erziehung
Person:
Clark, John S. Hicks, Mary D. Perry, Walter S. Bürckner, Richard Verein Deutscher Zeichenlehrer
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2232276
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2234105
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unteren Scheiben verdecken, so erhält man eine noch bessere Beleuchtung. 
Sind die Lichter und Schatten unklar, so werden nur die tiefsten Schatten 
berücksichtigt. 
Die Betrachtung von Licht und Schatten. Die Aufstellung und Anord- 
nung von Gegenständen hat beinahe mit mehr Rücksicht auf die Darstellung in Licht 
und Schatten als auf die in einfachen Umrissen zu geschehen. Eine Gruppe von 
zwei oder drei Gegenständen ergibt mehr Wechsel und Kontraste als ein einziges 
Modell.  
Für die folgende Uebung benutzen wir Kugel und Zylinder. Die Kinder 
müssen selbst finden, daß es viel hübscher aussieht, wenn die Kugel ein wenig 
vor dem Zylinder, als neben oder hinter demselben liegt. Damit die Kugeln 
nicht wegrollen können, lege man sie auf dünne Metall- oder Gummiringe. 
Wenn der Lehrer bei seiner Vorbereitung auf diese Uebung an dem Platze 
eines Schülers arbeitet, so wird er alle die kleinen Zufälligkeiten, mit denen der 
Schüler zu tun hat, deutlich bemerken. 
Achtet auf die Hauptform der ganzen Gruppe, auf das Größenverhältnis der 
beiden Modelle zueinander. Gebt den Zylinder und die Kugel mit leichten, 
aber sorgfältigen Strichen an! Seht euch mit halbgeschlossenen Augen ganz 
genau den Schatten an, den jedes Modell an sich trägt, und den, welchen es auf 
das Papier wirft! Ihr seht jetzt an den Modellen das, was die Künstler breites 
LiCht, breiten Schatten nennen, nämlich jede helle und jede dunkle Seite als ein 
Ganzes für sich. jetzt, immer noch mit halbgeschlossenen Augen, seht, wie weit 
der Schatten auf dem Zylinder, auf der Kugel geht und beachtet auch die Form 
deSselben! (Vergl. Illustr.) Mit ganz weichen Linien, die nach dem Auflegen 
des Schattens nicht mehr zu sehen sein dürfen, gebt auch auf der Zeichnung des 
ZYlinders die Grenze oder den Umriß des Schattens an. Tut dasselbe auf der
        

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