Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Quellen für Maltechnik während der Renaissance und deren Folgezeit, <XVI.-XVIII. Jahrhundert>
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2028780
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2033771
289 290) Rez. für Beizeii und inariiiorierte Lackierailieiterli Wie SiC für 13311111911, 
( 9 Uhrengehäuse und Ziergegenstaiide aller Art in Gebrauch waren, linden sich 
in Kunst- und Werckschul (und itlldßfell Kunstbuchlein) des Xlr II. Jhs. ausseist 
zahlreich. Man vergl. loc. cit. t. Kapitel .,Von allerley crdenckliächeng)schoäteii. 
Holtz, Beitzungen und allei-ley bunten und raarcn Holtz-Arbciten p.  
VI. Kap. "Von allerhand künstlichen und seltenen Holtz-Arbeiten, als neinlicli 
von der schönen inarmelierten Holtz-Arheit,_ fur trefhchen Bilder- und bbiegen 
Rahmen, und anderen schönen Bildhauers, bchreiners, und Drechslers-Ixunsten 
mehr". p. 277-315.    
(293) Die Angabe stammt vermutlich von Norgate; dalur spricht auch die eng- 
niit demselben in {einer ezieiung, wei (essen e.ii  y   H 
-b '  ht.   
(294) ä u eKDem Unterschiede der Pressung in trockenem oder in ngsseni] d.lli._ kalltern 
  Z t. 1 " d a ch heute noch hesomeres ewieit ieive eg : 
 diiaernxäsbmlgrbssiiägnlieeledtliiineiil grösseren lllrtrzig, die kalte ein klareizs Oel. 
Auch die Art der Pressung hat Einfluss auf das .el, weil zu starkes Quetscheii 
die schleimigen schädlichen Substanzen mit. in daswOe] bringt (s. F. G. Crenier, 
Studien z. Gesch. d. Oelfarbentaiclinik, Düssold. 1850 p. o5  
(295) Die Oele werden in trocknende und nicht trocknende Oäle nach deren 
H. tb t. dte'len ein eteilt. Trocknende Oele bestehen aus lyceriden der 
Leliliilijlsäärrenodei iihnlichgeir Säuren (Leinöl, Mohnöl, Hanföl etc). Nichttrocknende 
O l F1  "d der Oelsäurc oder ähnlicher Säuren vorwaltender Bestand- 
teEileOEll-iisnlltllfnliildelebil, Eieröl, Oliveiiöl etc]. Schlecht trdcknende Oele enthalten 
Gemische obiger beiden Arten z. B. _Baumöl (s. LYIUSPTQEÜZ theoret. prakt. u. 
analyt. Chemie, lV. Aull. Braunschweig 189i lll. Bd. p. 03b). 
(296) Van Dvcks Methode Leinöl zu bleichen beruht darauf. durch die Emul- 
gierung des Oueles mittels Eigelb und Absetzenlasseirder Mischung die schleimigen 
Unreiiiigkeiten zu entfernen. Der Weingeist bildet eine Zwisclieiiscliicht zwischen 
dem obenaufstehenden geklärten Oel und der durch die Emulgierung getrübten 
Masse des Oeles. Vergl. das Rep. 292), das mit diesem übereinstimmt, was durch 
  V k l A t bes. bezeichnet ist. Die hier beschriebene Methode 
digiä-iiierteuiiblilirEihlilicheil (iitlleren. die zuin Reinigen läliklamr (nicht Eigelb) nehmen 
 NT .,l ll rei un 'sar ier rnu si z z   z  
liidiirltälälolgälarögbfgilodllelliälnöel U2IOllgdGl' obigen Manier zu bereiten, bestätigen die 
R' lt" k 't d  A .be' bei län ereni Stehen verbindet sich übrigens ein Teil 
fiel: lSiäriltiis (dler dlärrbh bas Uebeästelien. des Oeles doch nicht verdunsten kann) 
mit. dem Leinöl. Nach Miispratt (loc. cit. p. 662) tilgiäd namlichdndas llgeinolblei 
li"  A fb r l 'en in halbgefüllter Flasche dic 'üSSlgBI' un troc net nic t 
niliäijrzrd] giilt ällsafiiiher. Durch diese Behandlung erhält es jedoch die_E1gen- 
   ii ein eist zu osen um wir so zu ineireren ein eis  
schaft, sich leichtei iW  g' l" , 1 d  l  W g t 
lirnissen hinzugefügt, um die Spriidigkeit zu verringern". Aufgestrichen trocknet 
2 D. k" M- l"l  3-4 T: en länzend auf doch nicht so glänzend als sog. 
gtirliidölhcdsi. dlulilclinlängereslgdtehän "sulzig" gewordenes Leinöl. 
(297 298) Beide Rez. holländischen Ursprungs sind iin Ms. in ähnlicher Art be- 
i schrieben. Der clare vernis" ist eine mit Oel verdünnte Auflösung von Mastix 
in Terpentinbalsäin, wie ähnlich in N0. 301 Terpentinöl zur Verdünnung dient. 
Bez. des ,claren ools"  Noten zu No-b.    
(299) Vergl. 296. Unter „eau de vie" ist der gewohnliche Korn-Branntweinzu 
verstehen, der mit Zucker versetztwals "Schüiaps" bekannt ist, zum Unterschied 
von „esprit de vin" rektiüzierter Wingeis".     
(300) Wie in dem ,vorigen Rez. ist lnäsr die Reinägunlg des] OeleÄ llieailgstilchtilgt, 
 h   d  '1  Aut- von Tasciung es eino es. ein ic er r- 
ilolgeviiäädbldijdähelleriliigcliieiievbii Leinöl mit Wasser oder Schnee und Gefrieren- 
lassen erreicht.  ' 
(301) Nach dieser Anweisung hat die Farbenfabrik der Cebr. Heyl 8a Coinrr, 
Charlottenburg einen Firnis unter dein Namen vRllbBHSÜrDlS" zubereitet und in 
den Handel gebracht. Auf einsaugendem (gßlelmlieln) Grllfld bewährte? derselbe 
  h,  b  f fester Unterlage Weil die Zugabe des Ter- 
iwliililtihlblatllsimlceinewjälibxiniliignealillrhärtung erschwert. Die holländischen Meier 
bebaubar grrderen Erlrmilsbalias 232.2;säräsßiaäessssisz. 223x121: 
 'ieen ez. es s. oogs ra _  F 
Sdider lnleyding tot de hooghe Schoole der bchilderkonst, Rotterdam 1618, p. 223: 
 Onzeii vernis van Terpentin, terpentin oly, _en gestooten inastrx gesinolten, 
{s bequaem geiioeg tot onze werken"; er scheißt gemiäach allggmlein iäerweiädet 
  " hl l F" i's als auch als u risciungsmi te un zur ei- 
 N0. 11 (Schluss) die Airweisung, Während der 
Arbeit den Pinsel in eine Mischung-l von Terpentinol init Terpentinbalsam z_u 
tauchen und die Farben damit zu mischen; lVO. 239 bringt den gleichen Firnis 
 'k"l St ll von Ter entinö]. Aehiiliche Rez. im Brusseler Ms. (s. oben 
 Ndherlich wird an Stelle des Tbrpentinbalsam der
        

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