Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Klassischer Bilderschatz
Person:
Reber, Franz/von Bayersdorfer, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1989398
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1993236
ERLÄUTERUNGEN 
ZU 
1423" 
1428 
1423 
DZZVÄCÄZ Bouts, f 1475. Aßtniedvrländisrhe Schule. Die lllamzalese. 
Zwei Männer und eine Frau knien am Boden. um das 
am Boden liegende Manna in Gefässe zu sammeln. Links 
steht eine Frau mit einem Körbchen in der einen und einem 
Kind an der andern Hand, Im Mittelgrund nähert sich eine 
Frau mit einem Krug in der Linken und ist ein Mann im 
Begriffe, das Manna sitzend aufzulesen, während andere 
suchende Figuren in der Ferne sichtbar werden. Ueber den 
Bergen im Hintergrunde leuchtet das Morgenrot und erscheint 
jehova in einer Wolkenlichmng. Flügelbild zu dem 1467 
von Bouts gelieferten Sakramentsaltar der Peterskirche zu 
Löwen, wo sich noch jetzt das Mittelbild (letztes Abendmahl) 
befindet, während ein zweites Flügelbild (Abraham und 
Melchisedech) in die Münchener Pinakothek und zwei andere 
(Passahfest [Bildersclr Tafel X339] und Speisung des Elias 
[Tafel 1250]) in die Berliner Galerie gelangt sind. Pinakothek 
zu München. 
Holz. 0,86 z 0,69 m. 
[Wezlvier des fllesskzäfclzer Altars. Um 1536. Ojlö- 
deutsche Schulz. AllzzzjflzisTel mit Släftem und Patronen. 
Das dreiteilige Bild stellt die zwei korrespondierenden 
Hauptseiten von Altarflügeln und eine Rückseite eines der Flügel 
dar, die letztere als solche angedeutet durch die halbierte 
Inschriftcartouche oben, welche die Tafel als die rechtseitige 
Hälfte der geschlossenen Altarflügel charakterisiert. Sie zeigt 
Maria Magdalena mit dem Salbengefäss. Die Stifterflügel geben 
links den Grafen Gottfried Wernher von Zimmern, Wilden- 
stein und Messkirch, mit dem h. Bischof Martin als Patron, 
rechts des Grafen Gemahlin Apollonia, geb. Gräfin v. Henne- 
berg, mit dem sie patronisierenden Täufer Johannes. Wappen 
und Inschriften durchaus deutlich, Zwei dazu gehörige 
Flügeltafeln mit den h. Christophorus und Andreas befinden 
sich im Besitz des Ingenieurs Rinecker in Würzburg. Galerie 
zu Donaueschingen. 
     
1424 
GETZZZIZK Bßlllali: I42Ö-1jOZ. Vhzezinnisclze Schule. Bildnis 
de: Sultans Mahomed ff. 
Der Sultan, das vollbärtige Haupt mit grosseni Turban 
bedeckt und den Körper in ein Pelzgewand gehüllt, erscheint 
in Dreiviertelprofil nach rechts gewandt innerhalb einer ge- 
malten Renaissance-fmrahmung, über deren Brüstung ein ge- 
stickter Teppich hängt. Auf einer Tafel der Brüstung links: 
Terrarum marisque victor ac domnator orbis    Sultan    
inte   Mahometi resultat ars vera Gientilis militis aurati 
Belini nztturae   qui cuncta reducit in propriam propria 
simulacra Auf der Tafel rechts: MCCCCLXXX Die XXV 
mensis Novembris. Das Bild stammt aus der Porträtsammlung 
des P. Giovio in Coxno und beßndet sich jetzt in der 
Sammlung Layard zu Venedig. 
Leinwand (ohne Grundierung). Unterlebensgross. 
1427 
Barlolomä Esläöazz Älzwßillo. 1618-1682. Sßaniwlw 
Srlzule. Dur jung? Yulzarzaze: der T äufer. 
Der Knabe Johannes sitzt in rotem Manteltuch über dem 
Fell auf einem Felsblock, den Blick aufwärts gerichtet. Er 
legt die Rechte auf die Brust und die Linke mit dem 
Agnusdei-Kreuzstab auf das vor ihm stehende Lamm. 
Wildnislandschaft. Aus der Sammlung Königs Karl III. in 
Palacio nuevo Galerie deä Prado in Madrid. 
    
1425  
Lllüiltlfdq da Vinci. 1452-- 1519. Flarentinisrlzc Srlmle. 
Die Anbetung der lfänzge. 
Das nicht über die Untermalung hinaus gediehene Bild 
zeigt in der Mitte Maria mit dem Kinde sitzend, umgeben 
von den drei knieenden Königen nebst deren Gefolge und 
dem h. Joseph. Im Hintergrunde links eine Ruine, rechts 
ein Reitergewühl. Das Bild wurde x48! für die Kirche von 
San Donato a Scopeto bei Florenz in Auftrag gegeben, von 
Lionardo aber nicht vollendet, worauf Filippino mit der Her- 
stellung des Altarbildes betraut wurde. Das WVerk des 
letzteren Künstlers wurde bereits als Tafel 578 gebracht. 
Galerie der Uffizien in Florenz. 
     
1428 
Claude Lowazäz (Gelläej. 160069-1682. Franzäxisclze 
Sclmle. Die jVaclzt. 
Vorne links erhebt sich eine Baurngruppe, rechts strömt 
ein Fluss unter einer Bogenbrücke hervor, über welche eine 
Herde zieht. 1m Mittelgrunde hinter einigen Bäumen erhebt 
sich die Ruine eines Rundtempels (Motiv von Tivoli), 
während im Hintergrunde eine lange Bogenbrücke einen Golf 
überspannt, Liber Veritatis Nr. 181. Die Figuren von 
Fil. Lauri Zu der Folge der vier Tageszeiten gehörig, von 
welcher als Tafel 1415 xDer Morgene. als Nr. 1403 wDer 
Mittags und als Nr. 1392 wDer Abende bereits gegeben 
worden sind. Für Bischof Heinrich von Ypern 1672 gemalt, 
später in die Kasseler Galerie gelangt. Ermitage von 
St. Petersburg.  
     
Klass. Bilderxclzrztz X Band;
        

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