Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Klassischer Bilderschatz
Person:
Reber, Franz/von Bayersdorfer, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1989398
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1991979
ERLÄUTERUNGEN 
ZU 
1369" 
I374' 
1369 
Franaesco Bonszlgnorzl  Veronesisclze Schule. 
Jlmionna m17 lfeihfqen. 
Die thronende Maria hält das auf ihren Knieen stehende 
nackte jesuskind, das mit der Linken ihren Hals umschlingt. 
An der Marmorlehne befinden sich zwei lautenspielende 
und singende Putten. Links, nach vorn gewandt, steht der 
h. Georg gerüstet, rechts ein bärtiger Heiliger mit Buch und 
Kirchenmodell. Kniestück. In der Galerie zu Verona 
Holz. Unlerlebensgrosse Figuren. 
7m 
1372 
HMZJWMMML T lziilig- m11 1650. I7Zänzixrl1e ÄWzuZe. Gen!!- 
xcknft im Parke. 
In Mitte einer Parkterrasse ist ein Tisch gedeckt, neben 
welchem drei Musiker zum Gelage aufspielen, während sich 
Herren und Damen an einem Brunnen vergnügen und ein 
Page mit einem Kühler beschäftigt ist. Im Hintergrund ein 
Schloss. Bezeichnet rechts unten: J. Hulsmann F, 1644. 
Als Klavierdeckel gemalt, wurde das Werk bei seiner Ver- 
Wandlung in ein Rahmenbild rechts oben angestückt. Aus 
der Düsseldorfer Galerie. Germanisches Museum in Nürnberg. 
     
1370 
ÄZÖVZCÄI Dürer, 1471-1528. Ober-deutsche Schule. Bildnis 
einer jungen Frau. 
1373 
yaäüÖ yordaeyzs, 1593-1678. Vlälnixrlze Sclmle. Der Satyr 
und der Bauer. 
Die dargestellte Unbekannte mit schlichtgescheiteltem, 
hinten in einem Netz zusammengehaltenen Braunhaar und 
dunklem Teint, trägt ein buntes bandbesetztes Kleid mit vier- 
eckigem Ausschnitt, auf dessen perlgesticktem Brustsaum die 
Buchstaben A. D, deutlich sind. Diese Initialen dürften sich 
nach der Behandlung der Tucherbildnisse in Kassel und 
Weimar vielleicht nicht auf den Künstler, sondern auf die 
Dargestellte beziehen, zumal an der Ecke oben links das 
Dürermonogramm gegeben ist. Das nach vorn gewandte 
Brustbild, dunkel von hellblauem Grunde abgehend, zeigt 
deutlich venetianischen EinHuss und ist daher 1506 in Venedig 
gemalt. Bis 1893 in Privatbesitz, wurde das Bild in Eng- 
lund für die Galerie der k. Museen in Berlin erworben. 
Holz. Lebensgross. 
Der Künstler giebt in dem vorzüglichen Wcrke die Schluss- 
scene der bekannten Fabel: Ein Satyr hatte in Winterszeit 
einen Bauer auf dem Felde gefragt, warum er in seine 
Hände blase. Von der Antwort, dass er dadurch die Hände 
erwärme, befriedigt, folgte er der Einladung des Land- 
mannes zum Mahle in dessen Hütte. Hier aber sieht er zu 
seinem Erstaunen, dass der Bauer die zum Munde geführte 
heisse Suppe löffelweise ebenfalls blase. Auf seine Frage 
belehrt, dass der Bauer dies thue, um die Suppe zu kühlen, 
erhob er sich empört und ging mit den Worten von dannen, 
mit einem Menschen nichts zu thun haben zu wollen, der 
warm und kalt aus seinem Munde blase. Aus der Düssel- 
dorfer Galerie Pinakothek zu München. 
Leinwand auf Holz. 1,941 2,00 m. 
1371    
RZIdOÜ-O GÄÄVÖUZddjO. 1483- 1561. Floreßztiner 521ml!!- 
Die K9'euztrzz_gnng. 
Christus, das Kreuz mit dem Längsbalken nach vorn 
tragend, giebt eben das Schweisstuch der knieenden Veronika 
zurück. Ihm folgen Maria. mit den h. Frauen und Johannes, 
Gemalt für die Familie Antinori, war das Bild in S. Gallo 
von Florenz und nach Abbruch dieser Kirche anlässlich der 
Belagerung von 1529 in S. Spirito, später in Palazzo Antirlßri 
aufgestellt und wurde 1883 aus dem Besitz der Erben der 
Familie für die National-Galerie in London erworben. 
Von Holz auf Leinwand übertragen. 1,70: 1,68 m. 
1374 
Yacques Louis David. 1748_1s25. Französische Schule. 
Bildnis der xwzdame Ricanzier. 
julie Adelaide Bernard, geb. 1777 zu Lyon, 1793 mit 
dem Banquier Recamier zu Paris vermählt, bekannt durch 
ihre Schönheit wie durch ihre Stellungnahme gegen Napoleon, 
1807-1815 exiliert und 1849 gestorben. erscheint hier etwa 
23 Jahre alt. In weissem Gewand mit nackten Armen und 
Füssen, halbausgestreckt auf einem Ruhebett liegend, richtet 
sie das Gesicht mit dem dunklen, von einem roten Bande 
gehaltenen Lockenhaar nach vorne und stützt den linken 
Arm auf ein Polsterkissen. Links steht ein antiker Lampen- 
träger. 1826 aus dem Nachlass des Künstlers für den Louvre 
erworben. 
     
Bildersclzatz
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.