Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957300
Achte 
Vorlesung. 
83 
männliches und weibliches Becken vergleichend betrachten, 
finden wir, dass das erstere an seinem unteren Ende sehr 
eng, das letztere dagegen verhältnismässig weit ist; denken 
wir uns "beiderseits an die Seitenwandungen des Beckens 
keine dieselben berührende Ebene gelegt, so würden beim 
weiblichen Becken diese Ebenen sich erst weit unterhalb 
seines Endes schneiden, während sie beim männlichen Becken 
in ganz geringem Abstand vom unteren Ende zusammen- 
treffen müssten. Wir können also, angesichts der Figuren 
25 und 26, die diese Anordnung schematisch wiedergeben, 
Fig. 25. Fig, 26. 
Umrisszeichnungen, welche zeigen, dass das Becken des Mannes einen (A) langen Abschnitt 
(a, b, c, d) eines kurzen Kegels (a, b, x) und das des Weibes (B) einen kurzen Abschnitt 
i (a, b, c. d) eines langen Kegels (a, b, x) bildet. 
wenn wir daran festhalten, dass die Beckenform einem Pyra- 
miden oder Kegelabschnitt entspricht, die obigen Betrach- 
tungen in folgender einfachen Form zusammenfassen: Das 
Becken des Mannes entspricht einem langen Abschnitt eines 
kurzen Kegels (Fig. 25), das des Weibes einem kurzen Ab- 
schnitt eines langen Kegels. 
Die einzelnen Formunterschiede bei den Becken beider 
Geschlechter beziehen sich I. auf die Wanddicke; beim Mann 
Sind die Wandungen dicker, die Darmbeinkämme stärker, 
die verschiedenen, als Muskelansätze dienenden Knochen- 
vorsprünge ausgeprägter; 2. auf den Schambeinbogen und 
die verstopften Oeffnungen. Da wir oben gesehen haben,
        

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