Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957120
Siebente 
Vorlesung. 
65 
Schreibung noch hinzufügen, dass seine Gelenkkapsel weit 
genug ist, um den Knochen alle Bewegungen freizugeben, 
welche die Gestalt der Gelenkfiächen ermöglicht. 
2. Im Gegensatz dazu sind die Handwurzelgelenke der 
vier anderen Mittelhandknochen fast ohne jede Beweg- 
lichkeit. Während das obere Endstück des ersten Mittel- 
handknochens frei, mit dem zweiten nicht in Verbindung ist, 
berühren sich die oberen Endstücke der vier anderen mit 
ihren Seitenüächen und sind durch Bänder an dem Hand- 
rücken, an der Hohlhand und selbst durch Zwischenknochen- 
laänder mit einander vereinigt. Ausserdem ist die quere 
Linie, in der sich die untere Reihe der Handwurzelknochen 
und die oberen Enden der Mittelhandknochen vereinigen, 
geknickt, da Handwurzel und Mittelhand abwechselnd gegen 
einander vorspringen, namentlich in der Gegend des zweiten 
und dritten Mittelhandknochens, wo diese Linie etwa die 
Form eines M zeigt, weil von dem dritten Mittelhandknochen 
ein Fortsatz zwischen die: Handwurzelknochen vorragt und 
zugleich das kleine vieleckige Bein sich in einen Ausschnitt 
am oberen Endstück des zweiten Mittelhandknochens ein- 
senkt (Fig. I9). Die Handwurzel und die vier letzten Mittel- 
handknoehen bilden also zusammen ein Ganzes, dessen 
einzelne Teile gegen einander wenig beweglich sind und 
nur um die Elastizität der Gesamtmasse zu erhöhen, geringe 
Verschiebungen zulassen.  Es ist ja verständlich, dass bei 
heftigem Druck oder Stössen, wenn die Mittelhand aus einer 
einzigen zusammenhängenden Knochenplatte bestände, leicht 
Brüche eintreten würden, und dass diesen Unfällen durch 
die Zusammensetzung aus einer Anzahl einzelner Knochen- 
stücke, die geringe Verschiebungen zulassen, ohne doch wirk- 
lich unter einander beweglich zu sein, vorgebeugt wird. 
Von demselben Gesichtspunkte aus erklärt es sich, warum 
die beiden Reihen der Handwurzelknochen, anstatt je einen 
einzigen Knochen zu bilden, vorteilhafter aus einer Anzahl 
neben einanderliegender, durch vordere, hintere und 
Seitenbänder fest verbundener Knochen zusammengesetzt sind. 
Duval, Grundriss. a
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.