Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957094
Vorlesung. 
Siebente 
den Fingergliedern endigen.  Dadurch erklärt es sich, 
dass diese Sehnen am unteren Teil des Unterarms sichtbar 
sind, aber in ihrem Verlauf durch die Hohlhand durch keiner- 
lei Merkmal der äusseren Form kenntlich sind.  
Die erste Reihe der Handwurzelknochen bildet durch 
die vereinigten oberen Flächen ihrer drei ersten Knochen 
eine gewölbte Gelenküäche, die sich in der Weise mit dem 
Unterarm verbindet, dass das Kahnbein und Mondbein in der 
Gelenkgrube am unteren Ende der Speiche liegen, während 
das dreieckige Bein mit der Unterfläche des dreieckigen 
Bandes in Verbindung steht (Fig. 18). Dieses Gelenk, das 
Handwurzelspeichengelenk gestattet Bewegungen nach 
vorne (Beugung der Hand) nach hinten, (Streckung der 
Hand) und nach beiden Seiten (Neigung der Hand gegen 
die Ellen- oder Speichenseite des Unterarmes). Andererseits 
steht die erste Reihe der Handwurzelknochen mit der zwei- 
ten in Gelenkverbindung und dieses Gelenk, das eigent- 
liche oder mittlere Handwurzelgelenk zeigt eine 
Art Verzahnung der beiden Reihen untereinander, da der 
untere Vorsprung des Schiffbeines entsprechend dem kleinen 
vieleckigen Bein in die zweite Reihe hineinragt, und der 
Kopf des Köpfchenbeines entsprechend dem Mondbein in 
die erste Reihe vorspringt. Beuge- und Streckbewegungexi 
können also in dem mittleren Handwurzelgelenk ausgeführt 
werden, aber seitliche Bewegungen sind sehr beschränkt 
oder fast Null.  
Es folgt aus dieser Anordnung: I. dass die Beuge- und 
Streckbewegungen der Hand im Handgelenk sehr ausge- 
dehnt sind und sowohl nach vorne wie nach hinten bis zum 
rechten Winkel gehen können, da die Beweglichkeit des 
Speichenhandwurzelgelenkes und die des mittleren Hand- 
wurzelgelenkes bei diesen Bewegungen in gleichem Sinne 
zur Geltung kommt; dass dagegen die Seitwärtsbewegung 
nur beschränkt ist, da sie sich nur in dem Handwurzel- 
speichengelenk vollzieht, und dieses Gelenk starke Seiten- 
bänder besitzt, die straff genug sind, um die Ausgiebigkeit
        

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