Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957052
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Sechste 
Vorlesung. 
Speiche gleichgerichtet sind, die illittellinie des Unterarrnes 
mit der des Oberarmes einen nach aussen offenen Winkel 
bildet. Man kann das auch so ausdrücken, dass man sagt, 
in dieser Stellung fällt die Mittellinie des Oberarmes, wenn 
man sie nach unten verlängert (siehe die punktierte Linie 
in Fig. I6), nach innen von dem Köpfchen der Elle, und 
Speiche sowie Zwischenknochenraum liegen weit nach aussen 
von ihr. Aber bei der Pronation, wenn die Speiche mit 
ihrem Mittelteil die Elle kreuzt und mit ihrem unteren Teil 
auf die Innenseite derselben rückt, gelangt die Gesamtheit 
der beiden Unterarmknochen in die Verlängerung des Ober- 
armbeines; der Winkel am Ellenbogen ist verschwunden, die 
Mittellinien des Ober-_ und des Unterarmes liegen nahezu in 
einer Geraden (Fig. 17). 
Um alles, was laezüglich der äusseren Formen aus den 
beschriebenen Einzelheiten in der Gestalt der Knochen ge- 
folgert werden kann, zu erschöpfen, müssen wir vor Be- 
sprechung der Hand noch die Knochenvorsprünge erwähnen, 
welche in der Höhe des Handgelenkes durch die untersten 
Enden der Elle und der Speiche gebildet werden. Von diesen 
beiden Vorsprüngen, die an der Hand die gleiche Bedeutung 
haben, wie die Knöchel am Fuss, entspricht der äussere dem 
Griffelfortsatz der Speiche (16, Fig. 13), der innere dem 
Köpfchen der Elle und dem Grund ihres Griffelfortsatzes. 
Der erste liegt tiefer als der zweite, was man, in Ermange- 
lung eines Skelettes, leicht an sich selbst beobachten kann, 
wenn man mit Daumen und Zeigefinger einer Hand das 
Handgelenk des anderen Armes umfasst; man fühlt dann, 
dass die Speiche viel weiter nach unten reicht als die Elle 
(Fig. 13). Daraus folgt, dass die Gelenklinie zwischen Unter- 
arm und Hand schief von oben innen nach unten aussen 
verläuft (wenn die Hand in Supination steht) und dass dem- 
entsprechend die Hand nicht so an den Unterarm angefügt 
ist, dass ihre Mittelliniein der Verlängerung seiner Mittel- 
linie liegt. Die beiden Linien bilden einen sehr stumpfen 
Winke], ähnlich dem, welchen wir am Ellenbogen zwischen
        

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