Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Grundriss der Anatomie für Künstler
Person:
Duval, Mathias Neelsen, Friedrich Carl Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1956005
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1957016
54 
Sechste 
Vorlesung. 
endes an den Griffelfortsatz der Elle, unter dem Köpfchen 
dieses Knochens, hinzieht (s. F in Fig. 18).  Die Hand- 
wurzelknochen stehen mit der Speiche und diesem dreieckigen 
Band so in Gelenkverbindung, dass die Elle selbst an dem 
Gelenk zwischen Unterarm und Hand sich nicht beteiligt.  
Bis jetzt haben wir bei unserer Beschreibung die Unter- 
armknochen als in gleicher Richtung nebeneinander gelegen 
betrachtet; sie sind in dieser Stellung durch einen ver- 
hältnismässig breiten Zwischenraum, den Zwischenknochen- 
raum getrennt; aber sie haben diese Stellung nur, wenn der 
Arm mit nach vorne gerichteter Handfläche in der Ruhelage 
am Körper herunterhängt, oder wenn er mit aufwärts ge- 
richteter Handfläche auf Ieine wagerechte Fläche aufgelegt 
wird.  Die Hand ruht dann auf dem Handrücken, und 
man sagt deshalb, sie befindet sich in Supination (lateinisch: 
supinus, auf dem Rücken liegend). Bekanntlich kann aber 
die Hand ihre Lage ändern, wir können sie umdrehen, ihre 
Rückenfläche nach vorne (Fig. I7) oder, wenn der Arm auf 
einer wagerechten Fläche ruht, nach oben wenden. In dieser 
neuen Lage erscheint die Hand auf der Handfläche gelagert, 
man nennt diese Stellung Pronation (vom lateinischen pro- 
nus, auf dem Bauch liegend). 
Der Uebergang der Supination in die Pronation erfolgt 
durch eine Aenderung in der gegenseitigen Lage der Unter- 
armknochen; bei der Supination sind sie gleichgerichtet, bei 
der Pronation kreuzen sie sich; aber sie spielen bei dieser 
Bewegung nicht die gleiche Rolle; der eine, die Elle, bleibt 
fest stehen und nur die Speiche dreht sich um dieselbe, so- 
dass sie sie kreuzt. Wenn wir die Berührungspunkte zwischen 
Elle und Speiche, d. h. die Gelenkverbindungen an den 
oberen und unteren Endstücken dieser Knochen betrachten, 
sehen wir, dass das obere Ellenspeichengelenk durch den 
glatten Rand des Speichenköpfchens; welches in einer llachen 
Grube am Aussenrand der Elle (sie heisst kleine halbmond- 
förmige Grube unter dem Rand der grossen halbmondförmigen 
Gelenkgrube) liegt, gebildet wird (3, Fig. I3).  Das untere
        

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